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Zum Ende der Seite springen Die Elbin und der Hobbit
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Shiromir Shiromir ist männlich
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Die Elbin und der Hobbit Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

So - hier mal ein Versuch einer Geschichte meinerseits. Diese hat sich mehr oder weniger wirklich so ergeben, als ich mit meinem Funchar Hansilein durch den Düsterwald zog...

Es war einmal in einem Lande namens Mittelerde...

[Nein,zu trivial ...]

Und es begab sich, dass ein kleiner Hobbit...

[Hmmm....Hobbits sind immer klein...]

Hansilein ging allein, in die weite Welt hinein...

[Au weia. Wieso fällt mir denn ausgerechnet das jetzt ein ?]

Die Elbin und der Hobbit

Die kleine Wohnhöhle inmitten des Auenlandes war mit allen möglichen Dingen ausgestattet. Nicht einer der Holzstühle entsprach in Farbe und Form dem anderen. Auch die restliche Einrichtung zeichnete sich nicht gerade durch eine bestimmte Stilrichtung aus. In dem Holzbett, welches einst von einem Menschen als Kinderbettchen erschaffen worden war, lag ein kleiner Hobbit [Ja - ich weiß, der Begriff "kleiner Hobbit" ist überstrapaziert, aber ich mag ihn nummal klein, schnuffig und knuddelig. Und jetzt weiter...]. Der Hobbit sah schnuffig und knuddelig aus.
Sein Geschnarche dagegen machte jedem Braunbär des Alten Waldes Konkurrenz.

Der Hobbit hatte alle Viere von sich gestreckt, wobei die behaarten Füsse am beeindruckendsten wirkten.

Durch das runde Fenster, welches zwei unterschiedliche Vorhänge an jeder Seite hatte, nämlich ein grünes mit roten Herzchen und ein weiß-blau-gestreiftes, begann die Sonne ihren Weg in das Innere zu erobern.

Als schließlich der Sonnenstrahl direkt ins sommersprossige Gesicht des Hobbits leuchtete, unterbrach dieser nach einer Weile sein Schnarchkonzert und ging in ein Schmatzen über. Die Augenlider flatterten etwas und schließlich wurden zwei neugierige Augen sichtbar. [Weniger oder mehr als zwei Augen wären jetzt aber auch verdammt gruselig gewesen - richtig?]

Etwas ängstlich schaute sich der Hobbit um, ehe er die Einrichtung seiner eigenen Wohnhöhle erkannte. Ein zufriedenes Seufzen entrang ihm und er begann sich aus dem Bettchen zu wuchten.

[Die Morgentoilette und das Ankleiden eines Hobbits lasse ich jetzt aus, weil ich mir das einfach nicht vorstellen möchte. Gehen wir einfach mal davon aus, dass der Kleine gewaschen, gebügelt und vorerst ausreichend vollgefressen vor der Haustür steht.]

Hansilein öffnete die Wohnungstüre und verließ seine Höhle. Draussen war ein kleiner Stall, in dem sein treues Pony mit dem wohlklingenden Namen Flecki stand. [Jo - ihr habt es erraten: Flecki ist das weiße Festpony mit der grünen Satteldecke und dem Fleckenmuster, das so aussieht, als wenn es sich gegen die Windrichtung übergeben musste. Aber es passt in der Farbgebung und dem Aussehen zu 100% zu Hansilein, der dieses Tier vergöttert!] Hansilein trottete in den Stall, überprüfte sorgfältig sein getreues Reittier, ehe er ihm Futter gab und sich mit der grünen Satteldecke und einem öfters geflicktem Stoffbeutel davonmachte.

Er wanderte bis zur Mitte des kleinen Gartens und liess sich einfach auf seinem Hosenboden fallen. Dann öffnete er den Stoffbeutel, holte Nadel und Faden hervor und begann die Risse und Schäden der Decke zu flicken.

Hochkonzentriert arbeitete er, den schicken Strohhut (einschliesslich Pfeife am Hutband) tief in seine Stirn gedrückt.

Ohne, dass er es bemerkte, näherten sich mehrere Tiere. Der arglose kleine Hobbit war derart in seine Arbeit vertieft, was unter anderem durch die deutlich sichtbare rosa Zungenspitze zu erkennen war, die aus dem einen Mundwinkel rausragte, dass er die Tiere nicht bemerkte, die ihn langsam umkreisten.

Doch er hätte auch keine Chance gehabt, diesen schnellen und wendigen Tieren mit den messerscharfen Zähnen zu entkommen.

Schliesslich richtete sich eines der Tiere auf und machte dabei ein Geräusch, welches die Konzentration des Hobbits unterbrach und ihn dazu brachte, ruckartig seinen Kopf anzuheben.

Er blickte in zahlreiche leuchtende Augen.

Doch der folgende Gesichtsausdruck des Hobbits war bar jeder Furcht. Im Gegenteil breitete sich ein breites Grinsen auf seinen rundlichen Gesichtszügen aus.

Kaninchen! Ein halbes Dutzend Kaninchen hatten den sitzenden Hobbit umrundet und betrachteten ihn neugierig. Niemand im Dorf konnte sich den Umstand erklären, wieso Hansilein Kaninchen geradezu magsich anzog. Egal, ob ihn seine Reisen durchs Auenland, nach Bruchtal, nach Bree, in die Nordhöhen oder gar ins eisige Fornost führten - wo immer ein Kaninchen in der Nähe lebte, verlor es jede Scheu und näherte sich dem kleinen Hobbit.
Welcher daraufhin, so auch jetzt, in seinen Beutel griff und immer griffbereite Möhrchen zu verteilen begann. Das brachte ihm zum einen den Nachnamen "Kaninchenfreund" ein als auch eine angemessene Zuhörerschaft seiner letzten Abenteuer.

Also begann Hansilein mit seiner fröhlichen Stimme davon zu berichten, wie seine Reisen ihn in den Düsterwald führten.
Wie er in einer Stadt namens Ümünüm eine Elbin traf, die ihm den Namen Peren nannte. Diese Elbenmaid, welche in schwerer Rüstung und zwei tödlichen Klingen durch die Lande zog, hatte zahlreiche schwierige Aufgaben zu erfüllen.

Als vollendeter Hobbit-Gentleman sah sich Hansilein verpflichtet, dieser Elbin in Not mit seiner Bardenlaute zur Seite zu stehen. Und so begleitete er sie zu Fuß und zu Pferd bzw. wohlgenährtem Pony bei zahlreichen Einsätzen.

Die Kaninchen folgten gespannt der Geschichte, vor sich hin mümmelnd und die Karotten futternd. Hansilein achtete darauf, dass genug Nachschub den Beutel gen Kaninchen verließ, so dass kein kaninchen mit leerem Mäulchen seinen Geschichten folgen musste.

Er berichtete von den Orken, welche aus allen Richtungen auf die beiden Helden stürzten. Mit blumigen Worten beschrieb er, wie er zu Füßen der Elbenkriegerin kauernd ununterbrochen seine Lieder spielte, während die Klingen der Elbin ein Orkleben nach dem anderen beendeten.

Als er erzählte, wie sie Geister bekämpften, waren die Kaninchen alle eng aneinandergerückt und folgten zitternd den spannenden und gruseligen Ausführungen.

Inzwischen war Hansilein dazu übergegangen, selber Möhrchen zu futtern, so dass er einige Passagen mit vollem Munde erzählte.

Dann endete er die Geschichte, erhob sich und verneigte sich elegant. Dann tapste er zu seiner Wohnhöhle und verschwand darin.

Die sechs Kaninchen saßen noch lange zitternd mit schreckgeweiteten Äuglein und aneinander gekauert im Garten. Ein Fuchs der vorbeikam war derart irritiert von diesem Anblick, dass es ohne die Kaninchen anzugreifen, mit einzogenem Schwanz weiterzog...

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