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Falcon Falcon ist männlich
Saurons Stellvertreter


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Schatten in der Dunkelheit Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lange ist es her, das Ihr etwas vom Geschichtenerzähler hehört habt. Doch heute, an einem kalten und regenreichen Tag, betritt er wieder das Kaminzimmer, schaut sich um und lässt sich nahe des behaglichen Kamins nieder. Der junge Merles Wiesenhang, seines Zeichen Hobbit und aufmerksamer Laufbursche von Garik dem Wirt, bringt dem alten Mann einen gewärmten Wein mit duftenden Kräutern. Leise beginnt der Alte zu Erzählen von längst vergangenen Tagen.
Den ersten Teil der Geschichte findet ihr hier

Schatten in der Dunkelheit





Das Wasser des Anduin umschloss das kleine Boot in dem die drei Elben saßen. Sie hatten sich in den letzten Tagen sehr viel Zeit gelassen. Sie besuchten kurz ihre Brüder in Ithilien, bevor sie endgültig in Richtung Dol Banred aufbrachen. "Wir waren zu lange fort von zuhause." Ecthelion sprach leise. "Eigentlich war es nicht unser Kampf, wir haben schon zuviel gekämpft. Manschmal bin ich einfach nur müde." "Es war unser Kampf, wir haben die Waffen für das Gute erhoben.", sagte Falcon. "Haben wir das mein Freund? Wieviele Unschuldige haben ihr Leben verloren? Das Böse ist immer noch nicht besiegt, es kommt immer wieder. Unser Kampf ist all die Jahre vergebens gewesen." "Das ist nicht wahr, wievielen hast du ein neues Zuhause gegeben? Alle diese Leute glauben an dich und an deine Aufgabe." "Ich danke dir Falcon, doch sieh es ein, unser Kampf wird immer weiter gehen bis es uns erwischt. Erschlagen von irgendeinem Schurken an einer Straßenecke." "Mich wird keiner in einer dunklen Straße töten, das weiß ich aber. Dieses Biest konnte mir nichts anhaben, dann wird es bestimmt nicht so ein Halunke schaffen. Wovon redet ihr zwei eigentlich?" Gilmor war dazugekommen. "Davon abgesehen, Dol Banred liegt vor uns. Falls es euch entgegangen ist." Erfreut über diese Nachricht standen die beiden auf und gingen in den Bug des Schiffes. Aus dem Nebel schälten sich die Umrisse einer Insel. Ecthelions Herz schlug schneller. Er war zu lange fort von zuhause gewesen. Ein Ruf ließ sie zur Seite schauen. Ein Schiff schälte sich aus dem Nebel. "Das ist die Taluga." sagte Gilmor. Sie warteten schweigend. Sie erkannten Pellendur den Kapitän, er stand aufrecht an der Reeling. Einige Seeleute standen mit Enterhaken bereit um das kleinere Schiff an die Taluga zu ziehen. Nachdem das Schiff vertäut war, stiegen die drei Elben auf das große Kriegsschiff. "Ein würdiger Empfang, nett von ihnen. So können wir im Morgengrauen im Hafen einlaufen." "Gilmor ich glaube nicht das es ein Empfangskommitee ist.", sagte Falcon. Pellendur sah den Fürsten lange und ernst an, dann verbeugte er sich. "Es tut gut euch zu sehen, mein Fürst." Gilmor und Falcon schauten sich besorgt an, irgendwas stimmte hier nicht. Die Männer sahen aus als wenn sie schon lange auf dem Schiff waren, auch sahen sie einige leicht verwundete. Auch dem Fürst war das nicht entgangen. Doch ließ er es sich nicht anmerken. "Auch ich freue mich wieder nach Hause zu kommen. Wir haben uns lange nicht gesehen und ich denke ihr habt mir viel zu erzählen, so wie wir euch einiges zu berichten haben, so lasst uns in eure Kabiene gehen und uns bei einem guten Glas Wein ein noch besseres Gespräch führen." "Ja Fürst es gibt wahrlich Neuigkeiten." Pellendur lächelte und zusammen gingen sie unter Deck. In der Kabine des Kapitäns stand ein großer Eichentisch an dem sie Platz namen. Pellendur holte eine Karaffe mit rotem Wein aus seinem Schrank, dazu setzte er vier Gläser auf den Tisch. Keiner sagte etwas als er die Gläser füllte. Die Wellen schlugen gleichmäßig gegen den Rumpf des Schiffes. "Mir ist nicht entgangen, dass einige eurer Männer verletzt sind. Hat es ein Gefecht gegeben? Mit Piraten?" Ecthelion fragte, nachdem er an seinem Wein genippt hatte. "Euer Auge ist immer noch so scharf wie früher. Es hat wahrlich ein Gefecht gegeben, sogar mehr als eins. Wir kämpfen seit Wochen, meine Männer waren schon lange nicht mehr an Land." "Gegen wenn kämpft ihr?", fragte Gilmor. "Ist das Problem mit den Piraten wieder so schlimm geworden?" "Nicht die Piraten sind das Problem, es ist der neue Fürst von Dol Banred." Bei diesen Worten verschluckte sich Gilmor an seinem Wein. Ungläubig schaute er den Kapitän an. Fürst Ecthelion dagegen blieb völlig ruhig. "Der bitte was?", fragte Falcon. "Der neue Fürst von Dol Banred?" "Jawohl, der neue Fürst. Ihr seid für tot erklärt worden, schon vor Wochen kam eine alte Frau in die Stadt und berichtete von Eurem Tod. Sie sagte, Ihr wäret in Mordor umgekommen. Diese Alte hatte wohl Beweise für ihre Behauptungen. Denn es wurde ein Rat einberufen, kaum das Hauptmann Deor bei Nacht und Nebel das Land verlassen hatte. Der Rat wurde geführt von Elartar Melevitar und einem gewissen Bregond. Nach langen Besprechungen wurde ein neuer Fürst gewählt." "Wer ist der neue Fürst?" Die Frage kam durch zusammengepresste Zähne. "Elartar hat sich wählen lassen und viele die zuerst darauf bestanden haben, noch zu warten, diejenigen, die noch Hoffnung hatten, dass ihr doch noch lebt, änderten ihre Meinung recht schnell. Es hat Tote gegeben, mein Fürst. Euer alter Diener Dellmann wurde nach kurzer Verhandlung hingerichtet. Und nur weil er öffentlich gegen den neuen Fürsten gesprochen hatte. Vor einer Woche hat es die schwersten Kämpfe gegeben. Elartar hat sich mit Söldnern aus dem Süden eingelassen. Zwei Kriegsschiffe aus Umbar liegen vor Anker. So kam es, dass Deor mit seinen Soldaten von ihnen in einen Hinterhalt gelockt wurde, seine Männer sind alle tot. Er wurde in den Kerker geschmissen. Vor zwei Tagen gab es einen großen Brand. Sie haben den Tempel geschändet und den Baum gefällt. Wir konnten nichts tun, wir wurden von einer Kriegsgaleere gejagt. Nur durch unseren niedrigen Tiefgang konnten wir ihnen entkommen. Ihr solltet im Moment nicht in die Stadt gehen." "Das ist die schlimmste Nachricht die ihr mir überbringen konntet. Sie haben es wirklich gewagt den Baum zu fällen? Das werden sie bitter bereuen." Der Fürst stand auf und ging zum Fenster. Seine Hände ballten sich zu Fäusten, er hätte Dol Banred nicht verlassen sollen. "Wie viele stehen noch hinter ihrem alten Fürsten? Er fragte ohne sich umzudrehen. Als Pellendur nicht sofort antwortete, fuhr Echtelion herum und schrie ihn an. Sein Gesicht war gerötet vor Zorn. "Wie viele?" "Es sind nur noch meine Männer die zu euch stehen, mein Fürst. Die Bevölkerung Dol Banreds ist zu ängstlich und die Soldaten sind wie gesagt aufgerieben worden." "Wie viele?" Der Fürst fragte jetzt ruhiger. "Auf meinem Schiff sind gerade noch 32 Mann, die noch kämpfen können und davon ist die Hälfte eigentlich noch zu jung dafür. Uns gegenüber stehen über 200 Mann unter Waffen. Söldner aus dem Süden, die das Kämpfen gewohnt sind. Dazu kommt noch die Besatzung zweier Kriegsschiffe. Es sieht nicht sonderlich gut aus für uns." Ecthelion ließ den Kopf hängen, eigentlich wollte er nicht mehr kämpfen, doch anscheinend würde er nie zur Ruhe kommen. "Ich muß in die Stadt, gibt es einen sicheren Weg?" "Ich habe schon drei Mann verloren die ich als Spione in die Stadt schickte. Sie wurden gefangengenomen, auf ein Floss gebunden und wir mußten zusehen wie sie unsere Freunde mit Brandfeilen beschossen, diese Bastarde hatten sie vorher mit Lampenöl übergossen. Ich höre ihre Schreie in jeder Nacht." Pellendur schüttelte den Kopf und schlug mit der Faust auf den Tisch. "Jede Nacht........." Die drei schauten den Kapitän ungläubig an, was waren das für Bestien. Die Soldaten hatten einen Drachenangriff überlebt, nur um dann, kurz bevor sie nach Hause kamen, hinterrücks gemeuchelt zu werden. "Habt ihr einen Boten zum König geschickt?" Falcon fand seine Fassung als erster wieder. "Der Bote ist vor vier Tagen aufgebrochen, eines meiner zuverlässigsten Besatzungsmitglieder. Doch hege ich wenig Hoffnung,von dieser Seite schnelle Hilfe zu bekommen. König Elessar ist mit seinem Sohn in den Norden gezogen. Freunde im Auenland besuchen heißt es, auch Königin Arwen ist nicht in der Stadt." "Abgesehen davon hat der neue Fürst nichts Ungesetzliches getan." Der Einwurf kam von Gilmor. "Wie bitte ?" "So ist es, mein Fürst. Man hat euch für tot gehalten, und ich denke, dass der Neue so gut wie alle Gesetzte zur Neuwahl eingehalten hat. Auch wird er alle Beweise schon vernichtet haben die gegen ihn sprechen. Thorondor hat mir von seinem Bruder erzählt, ein schlauer und verschlagender Politiker, der nicht gut auf den neuen König zu sprechen war, weil seine Familie nicht das von ihm bekommen hatte, was ihr ihrer ihrer Meinung nach zusteht. Nun hat er sein Recht gefordert, und ist dabei nicht gerade zimperlich umgegangen." Ecthelion hörte seinem Berater zu. Seine Stirn lag in Falten. "Hauptmann Deor war nicht alleine, ein alter Mann hat ihn begleitet, was ist mit ihm geschehen?" "Ich weiß nicht von wem ihr sprecht, mein Fürst." "Wir müssen in die Stadt, Pellendur. Und zwar noch heute." ** Gerion fegte seine Stube mit Sägespäne aus - nicht dass es nötig gewesen wäre, denn es war nicht viel Betrieb gewesen heute. Doch so hatte er wenigstens was zu tun. Seit der neue Fürst da war, gab es eine Sperrstunde in der Stadt, so dass die Soldaten besser jeden überwachen konnte. Auch über Tag blieben die Gäste seinem Gasthaus fern. Wenn das so weiterging, müßte er bald zumachen. Auch mochte er das fremde Volk nicht, das sich häufig in den Staßen herumtrieb. Wut kam in ihm hoch, als er an die Verbrennung des Baumes dachte. Doch was sollte er schon dagegen tun, er war nur ein einfacher Wirt, sollten doch andere ihren Hals riskieren, er würde schön den Mund halten, ja das würde er. In aller Ruhe kehrte er weiter. Bregond schlich durch die Staßen Dol Banreds. Es war sehr ruhig. Durch die Sperrstunde wagte sich keiner mehr nach Anbruch der Nacht auf die Straße, dennoch bewegte er sich verstohlen durch die Schatten; er wollte nicht gesehen werden bei seinem Vorhaben. Sein Weg führte in in ein kleines Lagerhaus am Hafen, das er durch eine kleine Luke in der Rückseite betrat. Die Luft war stickig und abgestanden. Spinnweben hingen von den Balken und das nervöse Trippeln von Ratten war zu hören. Bregond sah sich um, langsam glitt seine Hand an den Griff seines Dolches. "Hat euch jemand gesehen?" Die Stimme ließ ihn herumfahren. Keine drei Schritte von ihm entfernt stand ein alter Mann in dunklen Roben. Schnell fand er seine Fassung wieder. "Niemand ist mir gefolgt, das könnt ihr mir glauben." "Schon gut, schon gut. Ich will eure Fähigkeiten nicht in Frage stellen.

__________________
Geschichtenerzähler
Die Drachentriologie
Geheimnisse in der Dunkelheit
Schatten in der Dunkelheit



Wir alle versuchen anderen Spielern zu helfen. Wir sind alle gerne bereit Antworten zu geben soweit wir das selber vermögen. Sicherlich wird jeder verstehen wenn wir nach der 100 Frage die das selbe Thema umfasst gerne auf die praktische Suchfunktion verweisen.
Etten Ratgeber

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Falcon: 02.11.2007 12:54.

02.11.2007 11:14 Falcon ist offline E-Mail an Falcon senden Beiträge von Falcon suchen Nehmen Sie Falcon in Ihre Freundesliste auf
Aigilaos Aigilaos ist männlich
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Die junge Frau streifte durchs Unterholz, sie hatte sich am Tag in einer Mulde unter
einigen Bäumen versteckt. Sie hatte geschlafen zumindest einige Stunden. Bei
Sonnenuntergang hatte sie ihr Versteck verlassen. Ihr Ziel war ein kleines Gehöft, das
eine Meile westlich von ihrem Versteck lag. Ihre Aufgabe war wichtig, und sie mußte so
schnell wie möglich voran kommen. Ihr Entschluß stand fest, sie brauchte ein Pferd
und auf dem Hof würde sie eines finden. Sie hoffte nur, dass der Bauer schon schlief.
Ein schiefes Lächeln huschte über ihr Gesicht. Das hatte sie vermisst in dem halben
Jahr, als sie auf der Taluga gedient hatte. Nocheinmal überprüfte sie ihre Ausrüstung,
dann gürtete sie ihr Schwert um und ging los. Mormagil hatte wieder den Boden
Gondors unter ihren Füßen.



Sie schlich über den Bauernhof, die Fenster des Hauses waren dunkel, nichts war zu
hören. Ihr Ziel war die Koppel auf der sie am Mittag die beiden Pferde gesehen hatte.
Ein Kaltblüter, eindeutig ein Arbeitstier, nichts für sie, doch das andere war eindeutig
ein Reitpferd. Ein Grauer mit langer Mähne, ihre Vermutung bestätigte sich als wahr.
Der Bauer hatte die Pferde über Nacht auf der Koppel gelassen. Langsam näherte sie
sich dem Gatter, der Graue kam neugierig näher.
"O ja komm zu mir ." Sie flüsterte.
Nach wenigen Minuten hatte sie sich mit dem Grauen angefreundet, doch als sie sich
auf seinen Rücken schwingen wollte, wieherte er so laut, dass einige Augenblicke
später im Haus Lichter angingen.
"Verflucht, jetzt hast du sie wachgemacht."
Sie gab dem Grauen einen Klaps auf den Hals und spornte ihn mit einem Druck ihrer
Fersen an. Mit einem gewaltigen Satz setzten sie über das Gatter hinweg. Hinter sich
hörte sie nur das Geschrei und das Gezeter des Bauern. Lachend und mit dem Wind
im Haar setzte Mormagil ihren Weg nach Minas Tirith fort.

Bregond hatte das Lagerhaus schon vor Stunden verlassen. Er war aber nicht sofort
wieder in den Palast gegangen. Der alte Mann hatte ihm eine Menge Dinge erzählt und
wenn es stimmte, was er gehört hatte, würde es in den nächsten Tagen sehr viel Ärger
geben. Nun war es Zeit, sich zu entscheiden. Müde ging es durch die
nebelverhangenen Straßen von Dol Banred, als er vor sich Kampflärm hörte. Schnell
verschwand er im Schatten einens Hauses, denn er hatte erkannt, dass die
Kämpfenden sich in seine Richtung bewegten. Mit den jahrelang geschulten Sinnen
eines Jägers blickte er nach vorne.
Zwei Männer rannten auf ihn zu, ein dritter lief rückwärts wärend er mit einem Bogen in
den Nebel schoß. Bregond hörte kurze Schmerzensschreie, danach viel ein Körper zu
Boden. Er zog seine beiden Dolche und wartete ab. Genau vor ihm hielten sie an,
drehten sich um und stellten sich den Gegnern. Alle drei waren in dunkle
Kapuzenmätel gehüllt. Denoch erkannte Bregond schnell das es sich um Elben
handelte. Diese Bewegungen hatte er bisher nur bei den Eldar gesehen, geschmeidig
und schnell, ja gerade zu schemenhaft.
Aus dem Nebel kam eine Gruppe von Söldnern, die aus zehn Männern bestand.
Beregond fluchte, er mochte diese Südländer nicht. Es waren zwar gute und harte
Kämpfer, doch für seinen Geschmack einen Schlag zugrausam.
Der größte der Elben zog sein Schwert, ein großer Zweihänder, der zwar Eindruck
machte, aber in diesen Gassen nicht gerade dienlich war. Der Bogenschütze zog zwei
lange Messer und wartete auf eine Reaktion seiner Gegenüber. Der dritte ließ keine
Waffen sehen.
Bregond lächelte, er hatte erraten wer diese Elben waren. Das würde ein Schauspiel
werden das er sich nicht entgehen lassen würde. Er glitt noch tiefer in die Schatten und
schaute was passierte.

Der erste der Söldner, der einen Krummsäbel und einen dreieckigen Schild in den
Händen hielt, griff an.
Stumm und ohne eine Bewegung wartete der Krieger mit dem gewaltigen
Zeihandschwert bis sein Gegner nah genug heran war, er ließ dem Südländer sogar
den ersten Schlag, dem er allerdings geschickt auswich. Dann schlug er mit solcher
Gewandheit und Geschwindigkeit zu, das Bregond nur staunend Beifall klatschen
mußte. Der Südländer war ein geübter Krieger, doch gegen den Noldo war er
machtlos, dieser ließ ihn tot in der Gasse von Dol Banred zurück. Danach hob er zum
Gruß seine Waffe an seine Stirn. Die neun verbleibenden Wachen schauten sich an,
zwei lösten sich von der Gruppe und liefen den Weg zurück, den sie gekommen waren
die restlichen sieben griffen an. Die beiden waffentragenden Elben stürzten sich in die
Mitte ihrer Feinde, sie kämpften Rücken an Rücken wie ein eingespieltes Team, der
dritte hielt sich immer noch zurück. Der kleinere von beiden wirbelte wie ein Wirbelwind
durch seine Feinde.
"Einer muß die beiden aufhalten."
Er rief seinem Gefährten zu, gerade als er seine beiden Dolche in einen Soldaten
stieß. Mit dem Stiefel stieß er ihn zurück um sich einen Augenblick Luft zu verschaffen.
Bregond bemerkte wie der dritte seine rechte Hand hob und ein leichter Schimmer von
ihr ausging. Dann vernahmen sein feines Gehör Schreie, quallvolle Schreie aus der
Richtung in welche, die Söldner gelaufen waren. *Ein Zauberer* dachte Bregond.
Wenige Augenblicke später war es vorbei, die beiden Elben säuberten ihre Waffen und
schauten sich um.
"Wir müssen hier weg, es kann sein das die Schreie gehört worden sind; wenn es so
ist werden wir nicht mehr lange alleine sein."
"Du hast recht mein Freund, lass uns zu Gerion gehen. Dort werden wir weiter
schauen."
Der Große Krieger ging zu der dritten Person, dem Zauberer.
"Kommt mein Fürst wir müßen hier weg."
Der Fürst schaute seinen Berater an, der wie immer recht hatte, er nickte und sie
verließen ohne sich umzusehen diese Gasse.
Bregond blieb noch eine Weile im Schatten sitzen, und dachte über das nach was er
gerade gesehen und gehört hatte.Der alte Mann hatte also Recht. Der Fürst der Stadt
lebte noch, ebenso sein engster Berater Gilmor und sein Herold Falcon. Der neue
Fürst sollte sich besser in Acht nehmen. Er würde sich noch heute nacht auf den Weg
machen, der Alte hatte ihm den Weg erklärt. Seine Entscheidung war gefällt.
Kurz nachdem die drei die Gasse verlassen hatten, wurde es wieder laut. Der
Kampflärm war gehört worden, eine zweite Patrouille tauchte aus den Nebeln auf.
Angeführt von Rudar-lûg, einem der grausamsten Südländer. Bregond hatte ihn schon
kämpfen sehen. Er war es gewesen, der den Hinterhalt auf Hauptmann Deor und seine
Mannen geführt hatte. Er war nicht sonderlich groß, dafür aber sehr kräftig und schlau,
eine gefährliche Mischung. Begrond verschmolz mit dem Schatten, er hätte nicht
solange warten sollen.

Aufgeregt scheuchte Rudar-lûg seine Männer umher, wild mit den Armen und Händen
gestikulierend und in seiner Sprache rufend gab er anscheinend Befehle. Seine
Männer suchten die nähere Umgebung nach Spuren ab, doch fanden keine. Begrond
könnte jetzt aus den Schatten treten und Rudar-lûg berichten was er gesehen hatte,
doch irgend was hielt ihn davon ab. Durch eine unachtsame Bewegung löste sich ein
kleiner Stein aus der Wand hinter ihm. Begrond erschrak, für ihn war es wie ein
Donnerschlag, als der Stein in der Gasse auf dem Boden aufschlug. Doch die Söldner
achteten nicht darauf, sie verursachten selber zuviel Lärm bei ihrer Spurensuche.
Bregond atmete erleichtert auf und sah zu, wie die Söldner ihre toten Kameraden
wegschaften. Er hatte jetzt über eine Stunde in der Gasse gekauert. Er stand auf und
lief in Richtung Hafen davon.

Rudar-lûg mochte diese Insel nicht, seit er mit der Sturmkrähe vor 4 Wochen hier
eingetroffen war. Er hatte das Gefühl, beobachtet zu werden. Eine Bedrohung seitens
einer Macht, die er nicht näher beschreiben konnte. Gut, er hatte gehört dass der
ehemalige Fürst dieser Stadt ein Elb gewesen sein sollte, was er persönlich aber für
ein Gerücht gehalten hatte. Bis zu dieser Nacht. Zehn gute Männer waren gefallen und
sie wurden in einem offenen Kampf geschlagen, das konnte er sagen. Nicht
hinterrücks, wie es in den letzten Tagen vereinzelt vorgekommen war. Es mussten ein,
oder zwei mächtige Feinde in der Stadt gekommen sein. Seine Männer hatten nur
Wunden von zwei unterschiedlichen Waffen. Sein Bruder war auch unter den Toten,
allerdings konnte er nicht feststellen, woran er gestorben war. Er hatte ihn einige Meter
vom Kampfplatz gefunden, zusammen mit Shar-lak seinem besten Freund. Beide
hatten keinerlei Wunden. Rudar-lûg hasste diesen Ort, er würde heute Nacht noch zur
Kali-Lômi gehen. Es war gut, dass die Priesterin des Hauses Lûg mit in den Norden
gekommen war. Sie würde nicht sonderlich erfreut sein über den Tod ihres jüngsten
Sohnes. Rudar-lûg lächelte, er wollte nicht in der Haut der Mörder stecken.





Langsam ging Arwen durch den zerstörten Garten, zwar waren die Trümmer schon
entfernt worden, aber es würde noch eine Weile dauern, bis der Garten seine alte
Pracht an Pflanzen und Blüten erreichen würde; am meisten bedauerte sie, dass der
Brunnen ihrer Mutter zerstört worden war. Viel hatte sich in den letzten Monaten für sie
geändert, doch mittlerweile hatte sie ihren Frieden gefunden. Zwar hatte sie ihre
Familie verloren, die sie für kurze Zeit wiedergefunden hatte, doch dieses Schicksal
war ihr vorherbestimmt gewesen, seit sie auf Mittelerde wandelte. Sie würde sie
wiedersehen, da war sie sicher. Auch sie würde irgendwann in die Hallen von Mandos
gehen. Und dann würde sich vielleicht auch für sie das erfüllen, was sie sich am
sehnlichsten wünschte. Eine Stimme riß sie aus ihren Gedanken.
"Frau Arwen? Darf ich kurz stören?"



Arwen drehte sich um und sah Merles Wiesenhang. Ihre Stimmung verbesserte sich
immer, wenn sie den kleinen Merles sah. Der Hobbit war noch nicht lange im Tal. Es
war erst zwei Wochen her, dass Raul ihn mitgebracht hatte, und seine direkte und
unbefangene Art hatte sie für ihn eingenommen.
"Aber sicher Meister Wiesenhang. Was kann ich für euch tun?"
"Ja nun, tun direkt würde ich das nicht nennen. Denn eigentlich braucht ihr gar nichts
machen, ich wollte euch um einen Rat fragen. Und außer ein bisschen Denken, was ihr
besser könnt als ich, braucht ihr nichts machen. Im Denken bin ich nämlich nicht der
Größte, müßt ihr wissen. Mein Vater sagte immer zu mir. Merl, so nannte mich mein
Vater immer, Merl benutze deinen Kopf nur um einen Hut zu tragen zu mehr ist er nicht
zu gebrauchen."
Der Halbling holte Luft, das nutzte Arwen um ihn zu unterbrechen
"Was für ein Problem habt ihr denn?"
"Wer ich?" Der Halbling drehte sich um. "Also ich hab kein Problem, warum sollte ich
ein Problem haben?"
"Ihr wolltet einen Rat von mir, schon vergessen?" Arwen blieb geduldig.
"Nein, natürlich nicht." Merles schaute sehr erstaunt. "Natürlich hab ich das nicht
vergessen."
"Also ?"
"Also was? Ach so ja. Es geht um folgendes: Raul behauptet, in einen Blaubeerkuchen
gehören NUR Blaubeeren. Ich bin aber der Meinung, dass man auch Brombeeren mit
reintun kann. Was meint ihr?"
Arwen schaute den Hobbit an und bemühte sich, ernst zu bleiben.
"Nun das ist natürlich keine leichte Frage und ich werde ein wenig darüber nachdenken
müssen. Doch ein Vorschlag auf die Schnelle. Was haltet ihr davon, zwei Kuchen zu
backen und dann zu entscheiden welcher der bessere ist? Wenn ihr ihn gekostet habt
werdet ihr bestimmt mehr wissen."
Merles schaute sie mit großen Augen an, dann machte sich ein breites Grinsen in
seinem Gesicht breit. Er bedankte sich artig und versprach ihr, von seinem
Testergebnis zu berichten. Dann sah Arwen nur noch seinen Rücken.
Sie lächelte noch immer vor sich hin, als Ivorwen sie aus ihren Gedanken riss.
Zusammen mit ihrem Bruder hatte sie es übernommen, sich um den Wiederaufbau der
Stadt zu kümmern. Und bevor sie sich heute mit Groin trafen, wollten sie sich noch mit
Arwen über einige Dinge abstimmen.
**
Am späten Nachmittag kam Arwen dazu, wie Merles schon wieder mit Raul stritt. Die
beiden waren schon seltsam, stritten sich ständig und waren doch die besten Freunde.
Sie fühlte sich an Trakktor und Fundin erinnert. Die beiden hatten sich auch ständig
gestritten und waren doch die besten Freunde gewesen.
"Nun hast du schon beide Kuchen gekostet und kannst immer noch nicht sagen
welcher besser ist."
Der Halbling baute sich vor Raul auf und stemmte die Hände in die Hüften, der ganze
Hobbit ein einziger Vorwurf. Raul hatte den Mund noch voll Kuchen und kaute, als er
die Antwort gab.
"Das ist schwer zu sagen, verehrter Hobbit, dafür muß ich nochmal probieren."

Ein belustigter Ausdruck machte sich auf Rauls Gesicht breit. Auch Arwen mußte
lächeln. Man sollte mehr von Merles' Art hier haben, es würde helfen, das Grauen des
Geschehene vergessen zu machen, dachte sie.
"Meister Merles, wie ich sehe habt ihr meinen Rat befolgt, doch habt ihr immer noch
Schwierigkeiten Raul davon zu überzeugen welches Rezept das bessere ist."
"Also wirklich, dieser Hohlkopf hat jetzt schon zum dritten Mal probiert. So langsam
kommt in mir der Verdacht auf, dass er mich auf den Arm nimmt."
Raul mußte vor unterdrücktem Lachen husten und entschuldigte sich schnell mit den
Worten er müsse etwas Trinken, als er die funkelnden Augen des Halblings sah.
"Nicht das euer Kuchen so trocken ist, nein, ich habe mich nur verschluckt."
"Na dann ist ja gut."
"Ich sehe schon, ihr kommt zurecht. Doch wäre ich euch dankbar, wenn ihr mir einen
Gefallen tun könntet. Geht nach Marab-dum und sucht Fundin auf. Ich habe ihn schon
dreimal zu mir gebeten, doch bisher habe ich noch nicht einmal eine Antwort
bekommen. Es wäre nett, wenn ihr zu ihm geht und ihm meine Einladung überbringt."
"Aber sicher gehen wir, nicht wahr Raul. Marab-dum ist Klasse, die ganzen Gänge und
Nischen. Lichter sind überall und vielleicht können wir einen Abstecher in diese
Taverne machen... natürlich erst nachdem wir Fundin aufgesucht haben." Den
Nachsatz betonte er schnell, nachdem er einen Blick auf Arwen geworfen hatte.
"Gut, dann kann ich mich auf euch verlassen, ja?"
"Gar keine Frage, nicht wahr Raul?"
Merles schaute sich wieder zu Raul um, der noch immer kaute und sich vor lauter
Lachen den Bauch hielt .
"Natürlich werden wir gehen."
Die beiden verneigten sich und machten sich auf den Weg in die Zwergenstadt.
Nachdem sie Marab-dum betreten hatten, suchten sie zuerst einmal die kleine Taverne
auf die Merles so gerne besuchte. Der Hobbit mußte seinen großen Durst stillen.
"Fundin läuft uns ja nicht weg ", hatte er gescherzt.
Nach einigen Bieren machten sie sich dann doch auf den Weg. Merles war immer
wieder von der Schönheit der Zwergenstadt angetan. Er blieb an jeder Ecke stehen um
eine Entdeckung näher zu untersuchen.
"Sieh dir das an! Raul schau doch! Dieser Stein hat die Form einer Rose, findest du
nicht? Raul du schaust ja gar nicht."
Und schon lief er weiter. Der Schmied lächelte nur, er hatte sich mit Merles Verhalten
abgefunden. Zusammen gingen sie tiefer in den Berg. Immer weniger Zwerge
begegneten ihnen, bis nach zwei Stunden niemand mehr ihren Weg kreuzte.


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Erst nachdem wir alles Verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun.


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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Aigilaos: 29.02.2008 09:16.

31.01.2008 15:34 Aigilaos ist offline E-Mail an Aigilaos senden Beiträge von Aigilaos suchen Nehmen Sie Aigilaos in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Aigilaos in Ihre Kontaktliste ein
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"Merles, weißt du warum Fundin sich hierhin zurückgezogen hat?"
"Wer ich? Mir erzählt doch keiner was. Woher soll ich das wissen?"
Raul wartete ab, er kannte Merles inzwischen.
"Ich habe aber gehört, dass er hier unten an etwas arbeitet, keiner darf ihm zu nahe
kommen. Groin hat ihm diese Räume zugestanden für seine Verdienste in der
Schlacht. Sag Raul, war der Drache wirklich so groß? Ich meine, einige der Elben
sagen sein Schatten hätte den Himmel verdunkelt. Na das kann ich mir aber nicht
vorstellen, ich meine der Himmel ist ganz schön groß, so mit all seinen Wolken und so.
Aber die Elben müssen ja immer so in Rätseln reden. Ich hätte auch gerne diesen
Zauberer gesehen, oder diesen geheimnisvollen Bruder von unserer Arwen......."
"Merles! Was ist jetzt mit Fundin?"
"Ach ja Fundin! Woher soll ich das wissen?"
Raul verdrehte die Augen als er hinter dem Halbling hinterher schaute, der hüpfend
den Gang entlanglief. Plötzlich hörte er vor sich den Schrei des Hobbits.
"Der Drache ist hier unten! Schnell, bevor er verschwindet!"
Raul rannte los, mit gezogenem Schwert kam er in Fundins Arbeitsraum an, und blieb
wie versteinert stehen. Vor ihm stand auf einem Marmorsockel eine Statue des
Drachen Angurth, gefertigt aus schwarzem Obsidian. Doch die Augen waren rote
Rubine und sie strahlten in einem seltsamen eigenen Feuer. Merles und Raul blieben
staunend vor der Statue stehen, von Fundin war nichts zu sehen.
Nachdem sie sich vom Anblick der Statue losreißen konnten, suchten sie den Zwerg.
Die beiden konnten Fundin nicht finden, wie es schien war er kurz vor ihrer Ankunft
abgereist. Alle seine Sachen hatte er gepackt und sich in aller Heimlichkeit aus Marabdum
geschlichen.

Arwen saß auf einer Bank und schaute einigen Vögeln zu die in dem neuen Brunnen
spielten als Merles und Raul mit Groin, dem Zwergenkönig, zu ihr kamen. Raul sah
besorgt aus.
"Frau Arwen, ich fürchte wir haben ein Problem."
Schnell berichtete Raul, was sie herausgefunden hatten. Und Groin fügte dem Bericht
noch einige Dinge hinzu.
"Er war in letzter Zeit schon eigenartig, zog sich immer mehr zurück, auch nahm er nie
an irgendwelchen Festlichkeiten teil. Einige der Arbeiter aus den unteren Tunneln
sagten, dass er mürrisch und abweisend geworden wäre. Er soll sogar einen der
jüngeren Zwerge geschlagen haben, nur weil der ohne Ankündigung in seine
Arbeitsräume kam, als er gerade einen Rubin bearbeitete. Jetzt ist er weg und gut mag
es sein. Wegen der Statue macht euch keine Sorgen. Sie kann nicht hinaus, dafür ist
sie zu groß, allerdings lässt sie sich auch nicht zerstören. Warum, weiß ich auch nicht.
Die besten Hämmer und Meißel sind an diesem Ding zerbrochen. Meine Männer leiten

gerade eine Leitung unseres Schmelzofens in den Raum, wir mauern ihn zu und
lassen ihn dann mit flüssigem Metall zulaufen."
"Ob es gut ist, dass er weg ist, weiß ich nicht. Schließlich weiß er, wo unser Tal liegt,
und das, werter Zwergenkönig, ist nicht gut. Auch mache ich mir Sorgen um unseren
Freund Fundin. Eine Veränderung ist wohl mit ihm vorgegangen. Es liegt noch ein
Nebel über der Zukunft, doch sage ich voraus, dass er noch viel Unheil über uns
bringen wird, wenn es uns nicht gelingt, ihn zu retten."
Merles schaute sehr betrübt drein, er hatte immer noch die Augen des Drachen vor
sich, wie sie ihn angestarrt hatten. Arwen bemerkte seinen Blick. Sie wandte sich an
eine der Wachen die in ihrer Nähe standen.
"Ich werde noch heute aufbrechen um ihn zu suchen. Lasst mein Pferd vor den Toren
von Marab-dum auf mich warten. Und nein, ich will keine Eskorte. Dîrmor wird mich
begleiten wollen, und auch Raul und Merles sollen mit. Bereitet alles für meine Abreise
vor. Groin, ich möchte, dass ihr hier im Tal die Oberhoheit übernehmt, zusammen mit
Frau Ivorwen."
Dîrmor, Arwen, Merles und Raul wollten sich unverzüglich auf den Weg machen. Aber
als sie vor den Toren von Marab-dum ihre Pferde bestiegen, kam Ivorwen nochmal zu
ihnen und hielt sie kurz zurück.
"Ich habe mir diese Statue angesehen, von der Groin berichtet hat... etwas
bedrohliches ist an ihr. Bitte seid vorsichtig! Das Unheil, das in Ancalagon seinen
Ursprung hatte und mit Angurth über Mittelerde kam, verbirgt sich in unbekannten
Tiefen, aber es ruht nicht. Und das, was dem Nachkommen des Schwarzen die
Freiheit verschaffte, leidet unter der Dunkelheit der es dient."
Merles und Raul sahen sie verwirrt an, was meinte sie? Dîrmor und Arwen waren umso
besorgter, sie wussten um Ivorwens Gabe. Sie machten sich auf den Weg. Doch
schnell stellte sich heraus, dass sie keine Spuren finden würden. Selbst die Hunde
konnten keine Witterung aufnehmen. Vergeblich suchten sie für Stunden nach Spuren,
als schließlich die Nacht anbrach schlugen sie ein kleines Lager auf. Dîrmor und Arwen
saßen etwas abseits und unterhielten sich in ihrer Sprache. Während Merles das
Abendessen kochte, beobachtete Raul die beiden Elben.
"Ich möchte schon wissen, warum sie diesem Mann so vertraut. Wo war er denn als wir
die Probleme mit diesem Ungetüm hatten? Wo war er als ihr Bruder starb? Jetzt, ja,
jetzt ist er da! Die Gefahr ist vorbei und Arwen hat das Reich ihres Vaters geerbt."
"Raul, du solltest nicht so reden! Die beiden scheinen sich von früher zu kennen; schau
doch nur wie er an ihren Lippen und ihren Worten hängt."
"Na du magst recht haben, oder auch nicht. Wer weiß das schon. Diese Elben soll
einer verstehen."
"Also ich möchte lieber Fundin verstehen, denn dann wüßten wir wo er hin will, wenn
du verstehst was ich meine."
Raul nickte nur schweigend.
"Wir sollten jetzt essen und etwas schlafen. Hey!!! Du! Weg da! Das ist nicht für dich,
nein, lass das los. Aus! Pfui!! Dîrmor, so tut doch was! Euer Hund frisst mein
Gekochtes. Läßt duuu das los!"
Doch es war schon zu spät, und so gab es an diesem Abend nur einige
Trockenfrüchte. Merles hasste dieses Abenteuer, aber dem Hund konnte er nicht
wirklich böse sein. Wie der so vor ihm saß und ihn mit seinen treuen Augen ansah,
konnte er es ihm nicht übel nehmen. Zusammen schliefen sie ein, Merles an den Hund
gekuschelt.
Während Dîrmor Wache hielt und die Umgebung beobachtete blieb sein Blick immer
wieder an Arwen hängen. Er dachte über das nach worüber sie gesprochen hatten,
bevor der Halbling sich mit einem der Hunde um das Essen gestritten hatte. Zum
wiederholten Male hatte er versucht sie davon zu überzeugen, dass ihr Stab als Waffe
nicht nur von Vorteil war. Er wusste, wie gut sie damit umgehen konnte; immerhin hatte
er selber oft genug Beulen einstecken müssen, wenn sie früher gemeinsam geübt
hatten. Aber der Stab war zu unhandlich auf Reisen und in engen Räumen war er
schlicht unbrauchbar. Doch sie wollte nichts von seinem Vorschlag hören, doch wieder
ein Schwert zu führen. Manchmal konnte sie entsetzlich störrisch sein. An dem Tag, an
dem seine Mutter an den Wunden gestorben war, die ihr mit einem Schwert
beigebracht worden waren, hatte Arwen ihr Schwert abgelegt und seit dem nie wieder
eines angerührt. Und nach der Prophezeiung seiner Schwester bei ihrem Aufbruch
beruhigte es ihn nur wenig, dass sie zumindest einen Dolch mit sich führte. Mit einem
Argument hatte sie allerdings Recht gehabt: bei einer Frau würden nur die wenigsten in
dem verzierten Stab eine Waffe sehen.
Die Nacht war erst zur Hälfte vorüber, als Arwen sich von ihrem Platz erhob und
Dîrmor bei seiner Wache Gesellschaft leistete. Sie sprachen leise miteinander um die
beiden anderen nicht zu wecken.
"Ich habe dir und Ivorwen erzählt, was während des Kampfes gegen Angurth geschah,
und dass mein Bruder starb, kaum das ich ihn wiedergesehen hatte. Was aber nur
wenige wissen... ehe er starb und seine Seele endgültig seinen Körper verließ... sprach
er ein letztes Mal mit mir... Bis heute habe ich seine letzten Worte für mich behalten.
Jetzt möchte ich, dass du sie erfährst. Es ist wichtig, dass du sie kennst."
Ihre Stimme wurde noch leiser und sie stockte zwischen den Worten. Es fiel ihr
sichtlich schwer, den Tod ihres Bruders in Gedanken erneut zu durchleben. Als sie
geendet hatte, schwiegen beide. Mit einem Mal verstand Dîrmor ihren ungewohnten
Ernst und die Trauer die nie ganz von ihr abzufallen schien. Es waren nicht nur ihre
Aufgaben als Herrin vom Tal gewesen, die sie bedrückt hatten.
Er hatte sein Schicksal an das ihre gebunden, daran änderte sich auch jetzt nichts.
Schweigend sah er sie an, und sie erkannte in seinen Augen, dass er unverbrüchlich
zu ihr stehen würde. Sie lächelte, das hatte sie erhofft und, wenn sie ehrlich zu sich
selber war, auch nicht anders erwartet.
Kaum dass die ersten Sonnenstrahlen sich durch die Bäume schoben, wurden Raul
und Merles von den beiden Elben geweckt. Während Merles das Frühstück
zubereitete, behielt er den Hund immer im Auge; ein zweites Mal würde er sich das
Essen nicht aus dem Topf stehlen lassen. Sie aßen schweigend, jeder suchte in

Gedanken nach einem Weg, wie sie doch noch Fundins Spur aufnehmen konnten. Da
ihnen nichts besseres einfiel, beschlossen sie, erneut die Hunde ausschwärmen zu
lassen und noch einen weiteren Tag zu suchen. Sie sattelten die Pferde und machten
sich auf den Weg. Doch wie sie befürchtet hatten, fanden sie wieder keine Spur des
Zwerges. Als der Abend dämmerte gaben sie die Suche auf und schlugen erneut das
Lager auf. Diesmal hatte Dîrmor seinen Hunden einen Platz abseits des Feuers
zugewiesen. Nochmal wollte er kein solches Gezeter wie am Vorabend erleben.
Wie schon in der Nacht zuvor übernahm Dîrmor die Wache. Er musste lächeln, als er
sah, dass sich einer seiner Hunde wieder zu Merles geschlichen hatte. Der Hund
bemerkte den Blick seines Herrn und ließ schuldbewusst den Kopf hängen. Er wollte
sich schon erheben und zurück zum Rudel schleichen, als Dîrmor ihm mit einer Geste
bedeutete liegenzubleiben. Als der Mond am höchsten stand löste Arwen ihn ab. Er
wollte das zwar nicht dulden, aber schließlich setzte sie sich durch. Auch er brauchte
wenigstens etwas Ruhe vor dem Morgen.
Als Raul von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurde, saß Arwen alleine neben dem
Feuer. Er weckte Merles und sie machten sich daran die Sachen zusammenzupacken
und das Lager abzubrechen. Raul sah zu Dîrmor und Arwen hinüber, die bei ihren
Pferden standen.
"Ich glaub's einfach nicht. Es kann doch nicht angehen, dass Frau Arwen selber des
nächtens ihr Lager bewachen muss. Wer ist er, dass er sich soetwas herausnehmen
kann? Ihr die Wache zu überlassen."
"Lass nur Raul. Ihre Augen und Ohren sind besser als unsere. Was hast du eigentlich
gegen Dîrmor?"
"Ich habe nichts gegen ihn. Ich kann nur nicht verstehen, warum sie ihm sosehr
vertraut."
"Das ist ihre Sache. Misch dich nicht in die Angelegenheiten von Elben ein, das ist nie
gut."
Schließlich waren alle Sachen verpackt, die Pferde gesattelt und sie machten sich auf
den Weg zurück zum Tal. Sorge lastete auf ihnen, Fundins Verschwinden hinterließ
zuviele Fragen und diese Statue hatte keiner von ihnen vergessen. Was war nur mit
dem Zerg geschehen? Wo war er?
Die Sonne stand noch nicht hoch am Himmel, als die Hunde dann doch eine Witterung
aufnahmen, nur Schwach, aber wenigstens endlich eine Spur von dem Zwerg. Wie es
schien, hatte Fundin in einer Höhle gerastet. Mit neuer Hoffnung folgten sie der Spur
weiter nach Süden.



Das Wetter hatte umgeschlagen, ein kalter Wind blies ihr Regen ins Gesicht. Ihre
Kleidung war klatschnass, sie war bis auf die Knochen durchnässt.
" Wir müßen einen Platz finden der trocken ist" rief sie durch den Sturm ihrem Pferd zu,
das natürlich nicht im mindesten darauf reagierte.

Mormagil sah keine andere Möglichkeit, als einen der Bauernhöfe anzusteuern. Sie
war vor zehn Minuten noch an einem Gehöft vorbeigeritten. Also entschloss sich sich
zurückzureiten, sie kam wieder an einem kleinen Waldstück vorbei, dann gabelte sich
die Straße. In einiger entfernung konnte sie die hellerleuchteten Fenster des Weilers
sehen.
" Na dann wollen wir mal sehen wie Gastfreundlich diese Leute sind" wieder reagierte
ihr Pferd nicht auf ihre Worte.
Als sie näher kam stellte sie fest das sie wohl nicht der einzige Besuch an diesem
Abend war. Vor der Türe, die einen Spalt geöffnet war, standen vier Pferde. Langsam
ritt sie näher, versteckte ihr eigenes Pferd hinter einem Heuwagen und schlich zur Tür.
"Nein Herr, wir haben schon lange keinen Fremden hier in der Gegend gesehen. Nein
Herr auch keine Frau, wirklich nicht." Die Stimme war weinerlich und gehörte zu einer
jungen Frau, die nur ihr Nachthemd anhatte. Mormagil schaute durch ein Fenster. Die
Frau wurde von vier bewaffneten umringt, sie saß auf einem Stuhl, die Hände auf dem
Rücken gefesselt. Mormagil konnte nicht hören was der Mann sagte da mit dem
Rücken zu ihr stand. Sie versand nur die Antwort. "Es gibt nicht viele Möglichkeiten,
die Nacht trocken zu verbringen; diejenige die ihr sucht, muß entweder im Freien
schlafen oder aber bei einem Bauer Unterschlupf gefunden haben, aber nicht bei mir."
Der Mann holte aus und schlug der Frau mit der Rückseite seiner flachen Hand ins
Gesicht. seine drei Gefährten lachten, zwei von ihnen hatten Lederschläuche in den
Händen, in denen mit Sicherheit Wein war. Erst jetzt sah Mormagil das Gesicht des
Mädchens, sie war höchstens fünfzehn. Wut stieg in ihr auf. Sie schaute sich nach
einer Möglichkeit um, ungesehen ins Haus zu kommen. Die Haupttür wurde von einem
der Männer bewacht, und die Fenster waren mit Holzkreuzen vertärkt. Bei ihrer Suche
fand sie vor der Türe zwei Leichen. Einen älteren Mann und eine Frau, beide einfach
niedergestochen, wahrscheinlich die Eltern des Mädchens.
Plötzlich hörte sie aus dem inneren des Hauses Schreie. Mormagil zog ihr schwarzes
Schwert und stieß die Türe mit dem Fuß auf. Der Mann der die Türe bewachte, stand
zu nah an selbiger und bekam sie direkt ans Nasenbein, was ihn erstmal außer
Gefecht setzte. Der Wortführer drehte sich von dem jungen Mädchen weg und zog
einen Krummsäbel. Mormagil stürmte in den Raum, schlug dem ersten ihr Schwert
quer durchs Gesicht, wärend sie einem ungeschicktem Schlag des zweiten
Betrunkenen auswich.
Der Wortführer, immer noch leicht überrascht, griff sie an. Sein Krumsäbel schlug viele
male auf Mormagil ein, doch sie wußte sich zu verteidigen, nur durfte sie keine Zeit
verlieren, sie hatte erst einen der drei ausgeschaltet. Also ging sie nach einer
gekonnten Finte zum Angriff über. Oft hatte sie diese Angriffskombination geübt,
schnell hatte sie den Mann in eine Lage gebracht, in der er sein Schwert über den Kopf
heben mußte um seinen Schlag von oben abzuwerhren Genau in diesem moment
schnellte ihr linker Arm nach vorne und ein kleine Wurfklinge traf den Mann im Hals. An
seinem eigenen Blut ertrinkend, brach er zusammen.
Doch Mormagil blieb keine Zeit für eine Verschnaufpause. Ein gerufene Warnung des
Mädchen ließ sie mit abwehrbereitem Schwert herumfahren, doch der Angreifer war zu
ungestüm gewesen, er lief er direkt ins Schwert. Der Mann mit dem gebrochenem

Nasenbein wollte fliehen, doch das konnte Mormagil nicht zulassen. Sie schleuderte ihr
Schwert hinter dem Mann durch die Türe hinterher. Von draußen hörte sie nur einen
Schrei und einen dumpfen Schlag als der vierte der Söldner zu Boden fiel.
Mormagil drehte sich zu der jungen Frau um. Sie saß immer noch mit
tränenverschmiertem Gesicht auf dem Stuhl, der Südländer hatte ihr das Nachthemd
aufgerissen und sie schämte sich sichtlich; da ihre Hände immer noch gebunden
waren, konnte sie ihre Blösse nicht verdecken. Schnell zerschnitt Mormagil die Fesseln
und suchte nach einer Decke, die sie dem jungen Mädchen umhängen konnte.



Es war nicht leicht gewesen an den Wachen am Hafen vorbeizukommen. Die ganze
Stadt war in Alarmbereitschaft, er hatte zu lange gewartet. Es war ihm gelungen, ein
kleines Ruderboot zu stehlen und auf auf den Anduin hinauszurudern. Der Nebel hatte
sein Vorhaben gut verborgen. Bregond setzte nach einiger Zeit den kleinen Mast des
Bootes auf, doch der Wind blieb aus. So mußte er bis ans Ostufer rudern. Am frühen
Morgen erreichte er es. Er versenkte das Boot, um keine Spuren zu hinterlassen und
machte sich auf den Weg. Als erstes brauchte er ein Pferd, seine Stiefel hatten schon
genug gelitten.
Der Nebel war hier nicht ganz so dicht, auch lichtete er sich, je mehr er in nördlicher
Richtung wanderte. Gegen elf Uhr schien die Sonne heiß auf ihn herrab. Er schwitzte
unter seiner schweren Kleidung, auch bekam er langsam Hunger.
" Nicht mal was zu essen hab ich mitgenommen" sagte er laut zu sich.
"Aufzubrechen ohne wegverpflegung ist nicht gerade weise"
Bregond erschrak, als er die Stimme hörte. Wo war er mit seinen Gedanken, wenn sich
jemand so dicht an ihn heranschleichen konnte, dass er es nicht merkte. Lings neben
ihm an einem Baum gelehnt saß ein junger Mann und biss genüsslich in einen Apfel.
Er war höchstens zwanzig, trug kurzes dunkelblondes Haar sowie einen kleinen
Kinnbart, gekleidet war er in einfache Kleidung und einen weitem grau-schwarzen
Umhang mit Kapuze. Auf den ersten Blick schien er keine Waffen zu tragen.
"Wenn man überhastet aufbricht, ist es manschmal nicht leicht, weise zu sein" sagte
Bregond "Doch sagt, würdet ihr mir sagen woher ihr diesen wundervollen Apfel habt
und ob es davon vieleicht noch mehr gibt "
Der junge Mann schaute Bregond einen Augenblick so an, als wolle er überprüfen ob
er würdig wäre, dieses Geheimnis zu kennen dann antwortete er.
"In den Satteltaschen meines Pferdes gibt es noch mehr davon, auch Brot und Käse
hab ich dabei, warum setzt ihr euch nicht zu mir. Ich hab auch noch nichts gegesen
heute." Er stand auf und streckte Bregond seine Hand entgegen.
"Ich heiße Cáveras und würde mich über ein wenig Gesellschaft freuen."
Bregond ergriff die Hand des jungen Mannes und stellte sich ebenfalls vor. Er
bemerkte aber auch den listigen Blick in den Augen Cáveras', auch war er nicht
unbewaffnet, er trug einen seltenen Dolch an der Seite. Cáveras ging zu seinem Pferd


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Cáveras ging zu seinem Pferd
das etwas abseits an einem Baum gebunden war um die Vorräte zu holen. Seine
Bewegungen verrieten ihn. Bregond hatte ein Auge dafür: dieser Mann war ein
geborener Kämpfer, er mußte auf der Hut sein. Konnte es sein, dass er schon gejagt
wurde? Dass der neue Fürst seine Mörder auf ihn ansetzte? Nein das konnte nicht
sein, dafür war es zu früh, auch wußte er nicht, dass Bregond aufgebrochen war. Oder
doch? War er verraten worden, aber von wem? Na egal, er würde jetzt erstmal
frühstücken und versuchen, dem Jungen Mann das Pferd abzukaufen.

Dunkel und feucht waren die Gänge, durch die Rudar-lûg ging; er trug eine Fackel bei
sich, obwohl er das Licht nicht wirklich brauchte, da in unregelmäßigen Abständen
Fackeln an den Wänden hingen. Erstaunt stellte er fest, wie schnell die Arbeiter diese
Gänge gegraben hatten. Immer tiefer ging er. Ein Gefühl machte sich in ihm breit das
er nicht weiter beschreiben konnte. Bevor er sich weiter darüber Gedanken machen
konnte, wurde er von den prächtigen Türen abgelenkt, die in die Tempelräume seiner
Mutter führten. Reich verziert mit Gold und Silber waren sie aus dem Holz des
mächtigen Baumes gemacht worden, der einst in der Mitte des Tempels der Stadt
stand. Die Türen öffneten sich wie von Geisterhand als Rudar-lûg näherkam. Die
Räume hinter der Tür waren hell erleuchtet, es hingen auch hier Fackeln an den
Wänden, noch unterstützt durch Kohlebecken.
Seine Mutter hielt sich im hinteren Teil auf, das wußte er. Also ging er ohne anzuhalten
durch den großen Saal. Wenn der Fürst wüßte, dass unter seiner Stadt noch eine
zweite Stadt gebaut wurde, würde er mit Sicherheit auf der Stelle tot umfallen. Sein
Blick streifte eine Gruppe Orks, die eifrig an einem weiteren Tunnel gruben.
Brauchbare Arbeiter dachte er; wie es seine Mutter wohl geschaft hatte sie hierher zu
bringen? Sein Schritt führte ihn zu den Gemächern seiner Mutter. Er klopfte an und
wartete geduldig auf eine Antwort, er erinnerte sich noch allzugut an das einemal, als
er unaufgefordert ihre Räume betreten hatte.
Dann öffnete Nithil-Lômi, seine jüngste Schwester die Türe. Sie war wunderschön, ihre
Haut hellbraun und ihr schwarzes Haar fiel ihr glatt über die makellosen Schultern. Er
bemerkte das er sie anstarrte, schnell senkte er seinen Blick. Auch sie war eine
Pristerin, es war ihm nicht gestattet, sie so anzusehen.
"SIE erwartet euch, und euren Bericht" sagte sie zuckersüß. Doch er kannte seine
Schwester gut genug, um die Warnung in ihrer Stimme zu erkennen. Kali-Lômi wußte
schon, was geschehen war, woher konnte er nicht sagen. Schweigend trat er an Nithil-
Lômi vorbei in den Privatraum von Kali-Lômi.
"Komm näher und berichte, was meinem jüngsten Sohn widerfahren ist" sagte sie.
Ihre Stimme war leise und melodisch. Doch Rudar-lûg verstand jedes ihrer Worte.
Langsam ging er auf sie zu, blieb kurz vor ihr stehen und kniete dann nieder.
Sie hatte ihr Priestergewand angelegt, das sie nur zu hohen Feierlichkeiten trug. Eine
weite Robe aus blutrotem Stoff, der mit Gold- und Silberfäden durchzogen war. Ihr
Haar lag schwarz auf ihren Schultern, wie ein Umhang breitete es sich aus. Kali-Lômi
war nicht mehr die jüngste. Aber immer noch hatte sie die Schönheit, mit der sie vor so
vielen Jahren seinen Vater verzauberte.

Schweigend hörte sie seinem Bericht zu.

"Nein ganz bestimmt nicht, mein Pferd kann ich euch nicht verkaufen" lächelnd packte
der junge Câveras seine Sachen in einen kleinen Rucksack.
Bregond begutachtete das Pferd.
"Ich glaube ich habe mich undeutlich ausgedrückt. Ich brauche dein Pferd, Junge!"
Der klang seiner Stimme ließ Cáveras innehalten.
"Nimm das Geld, es ist mehr als genug für dein Pferd, geh und kauf die drei neue."
Bregond warf ihm einen Lederbeutel mit einigen Münzen entgegen, den er zwar
geschickt auffing, aber nicht hineinschaute. Er durfte ihn nicht so gehen lassen, eine
Idee, dachte er.
Bregond sattelte den Rotfuchs, als Cáveras sprach.
"Ich bin hier, euch zu töten, Bregond von Gondor"
Nicht gerade einfalsreich doch sehr effektiv. Bregond drehte sich um.
"Ihr habt Feinde, mächtige Feinde. Sie wünschen euren Tod."
"Das ist nicht neu" sagte Bregond "Neu ist, dass sie Kinder schicken, um ihre
Drecksarbeit zu machen. Geh zurück zu deinem Fürsten und sag ihm, er soll selber
kommen um mich zu holen. Denn ich denke du hast nicht vor mich zu töten, sonst
hättest du mir das nicht gesagt, so dumm bist du nicht."
"Nicht der Fürst schickt mich, der Fürst ist unwichtiger als der Dreck unter euren
Nägeln, er ist nur ein Aushängeschild für Gondor und den König. Eine weitaus
schlimmere Macht befindet sich auf Dol Banred, oder sollte ich sagen unter Dol
Banred?"
"Ihr sprecht in Rätseln, junger Mann. Was für eine geheimnisvolle Macht ist gegen
Gondor am Werk? Und warum erzählt ihr mir das, seid ihr ein Verräter?"
Cáveras unterdrückte seinen Zorn. "Nein ich bin kein Verräter, doch habe ich meine
eigenen Pläne, in denen ihr noch eine Rolle zu spielen habt."
"Soso, eine Rolle in euren Plänen, sagt, junger Mann, seid ihr nicht etwas voreilig mit
euren Worten? Mag es euch schon mal in den Sinn gekommen sein, dass ich euch
zuvorkomme und euch hier auf der Stelle tot im Gras zurücklasse, und glaubt mir, ich
habe schon für weniger als ein Pferd getötet."


Groß war die Trauer als Mormagil dem Mädchen die Toten zeigte, doch waren es nicht
ihre Eltern. Sie erzählte unter Tränen, dass sie aus den oberen Anduintälern stamme
und dass die beiden Tante und Onkel waren. Sie sollte in die Lehre gehen in Minas
Tirith, und wohnte nur vorrübergehend bei ihnen. Weinend schlief das junge Mädchen
in Mormagils Armen ein.
Am nächsten morgen schafften die beiden die toten Männer ins Freie und verscharrten
sie einige hundert Meter vom Haus. Für ihre Verwandten hoben sie ein einfaches und
schlichtes Grab aus.
"Sie waren einfache Leute, sie haben so ein Schicksal nicht verdient" sagte Elfine, so
hieß das junge Mädchen.
"Wer verdient schon den Tod? Hast du dir überlegt, was du jetzt machst, gehst du
nach Minas Tirith?"
"Ich weiß noch nicht so genau, wo geht ihr hin? Ich habe mich noch gar nicht für meine
Rettung bei euch bedankt."
"Das ist auch nicht nötig, und was meine Weiterreise angeht: Ich muß nach Minas
Tirith. Ich muß mit König Elassar sprechen."
"So könnt ihr euch den Weg sparen, man sagt, dass er nicht in der Stadt ist, er ist mit
seiner Frau und seinem Sohn in das Land der Halblinge gewandert, sagt man."
Mormagil dachte nach. Das war nicht gut. Pellendur hatte ihr ausdrücklich aufgetragen,
nur mit dem König zu sprechen, doch konnte sie nicht bis in den Norden, um mit ihm
zu sprechen.
"Sag Elfine, wer ist jetzt Sprecher in der Stadt? "
"Eigentlich müßte Herr Faramir in der Stadt sein, er ist der Truchseß!" sagte sie mit
einer wichtig klingenden Stimme.
"Herr Faramir"

Schweigend stand sie am Ufer des Sees, ihren Blick in die Ferne gerichtet. Das
Wasser gab ihr den Trost, den sie brauchte. Warum war er nur gegangen, ohne etwas
zu sagen, ohne eine Nachricht zu hinterlassen? Hatte sie etwas gesagt oder getan
dass er gegangen war, hatte sie ihn verletzt? Tränen liefen über ihr schönes Gesicht,
der Kummer war in ihr Herz gegraben, sie liebte diesen riesigen Beorniger. Sein wildes
und zugleich so zartes Wesen hatten sie gefangen. Hatte er erkannt, was sie war,
fürchtete er sich?
Meril ließ sich zu Boden sinken, mit den Händen streifte sie durch das kalte Wasser.
Plötzlich kräuselte sich die Wasseroberfläche, ein Bild erschien.
Ein bärtiges Gesicht, rot vor Anstrengung, schweiß lief über dieses Gesicht.

Meril erkannte Fundin, doch seltsam verändert war er, seine Augen hatten ihre
Fröhlichkeit verloren, sie brannten vor lauter Habgier.
Dann änderte sich das Bild, Meril erschrak, ein großer geflügelter Schatten erhob sich
über Fundin, schwarz und bedrohlich. Und Fundin schien zufrieden.
Meril zog sich vom See zurück, beklommen schaute sie auf den Ring, den sie bei ihrer
letzten Reise in den Süden einem Ork abgenommen hatte. Seit dieser Zeit hatte sie
nicht mehr an ihn gedacht.
Wo war nur ihr geliebter Trakktor? Jetzt wo sie ihn brauchte, den Meril verstand sich
immer noch auf Zeichen der Valar.
Den Nachmittag hatte sie damit verbracht ihre Sachen zu packen und sich über Ihr tun
klar zu werden. Sie würde Arwen aufsuchen und ihr von der Vision erzählen. Auch
wenn sie zur Zeit andere Dinge im Kopf hatte. Es war zu wichtig, um auf sich Rücksicht
zu nehmen. Außerdem war noch Zeit.
Sie bestieg ihre graue Stute und ritt ohne sich umzuschauen richtung Süden davon, für
den Fall das er zurückkommen würd hatte sie eine Nachricht auf dem Tisch
hinterlassen, er würde sie schon finden...wenn er denn Wert darauf legte.
Wieder und wieder mußte sie an das Gesicht Fundins denken, was war nur los mit
dem Zwerg? Und was hatte der Schatten zu bedeuten? Fragen, auf die sie noch keine
Antwort wußte. Meril wurde immer unsicherer je mehr sie nach Süden ritt. Ihre
Gedanken glitten immer wieder zu ihrem See und den glücklichen Stunden die sie da
mit ihrem Trakktor verbracht hatte. Tat sie das richtige? Warum mußte sie sich immer
überall einmischen? Sollten sich doch andere um den Zwerg kümmern, wieso immer
sie? Abrupt hielt sie ihre Stute an, schaute zurück. Dann wendete sie ihr Pferd und ritt
lachend zurück zu ihrem See.
Sie bemerkte nicht das der Ring an ihrem Finger kurz aufleuchtete.

"Das sind schlechte Neuigkeiten die ihr uns da erzählt. Wißt ihr wieviele Soldaten der
Fürst in der Stadt hat?" fragte Gilmor, nachdem Gerion geendet hat.
"Das ist schwer zu sagen, für mich sehen diese Südländer alle gleich aus. Doch denke
ich, dass es nicht allzuviele sein können, denn anscheinend wohnen sie alle in eurem
Palast."
"Das heißt nichts, im Palast ist genug Platz für eine ganze Streitmacht. Es muß doch
bekannt sein wieviele es sind. Hat sie denn niemand gesehen, als sie ankamen?"
"Nein Herr Gilmor, uns wurde befohlen die Fenster zu verdunkeln, Gerüchten zufolge
waren es mehrere Schiffe, doch genau sagen kann ich es wirklich nicht."
"Gerion! Gibt es noch Leute hier in Dol Banred die nicht hinter dem neuen Fürsten
stehen?

"Herr Falcon, es gibt noch einige wenige, die sich heimlich treffen und den Söldnern
auflauern, doch sind es wenige, auch heißt es, dass Kapitän Pellendur unter ihnen ist."
Plötzlich fiel Ecthelion von seinem Stuhl, er hatte die ganze Zeit nichts gesagt. Falcon
und Gilmor sprangen auf, doch auch ihnen wurde schwarz vor Augen.
"Waas hast du geta..." weiter kam Gilmor nicht, er war noch zwei Schritte auf Gerion
zugegangen bevor er stürzte. Falcon versuchte, sich nocheinmal aufzurichten, doch
auch er brach zusammen.
Gerion der Wirt war zufrieden mit sich, bedenkenlos hatten sie von seinem Wein
getrunken den er mit einem Gift versetzt hatte. Er lächelte verschlagen, denn Gerion
war der neuen Religion verfallen. Die Pristerin würde stolz auf ihn sein, schnell schickte
er seinen Sohn los, die Stadtwache zu holen.

Der junge Cáveras lachte laut auf.
"Das glaube euch sogar, doch lasst gut sein. Ich wollte euch nicht verärgern. Ein
Freund von euch hat mich hierher geschickt. Ich habe noch ein zweites Pferd, er
meinte, dasswir zu zweit mehr Assicht auf Erfolg hätten."
Breond zog eine Augenbraue hoch.
"So ein Freund von mir. Ich wußte gar nicht das ich Feunde habe, doch gut,wenn ihr
sagt er schickt euch,so mag ich das Glauben, doch hütet euch,mich noch mehr zu
verspotten. "
Wütend drehte Bregond sich um.
"Lasst uns aufbrechen, wir haben genug Zeit vertrödelt. Wo ist das zweite Pferd?"
Cáveras unterdrückte ein Grinsen, er verbeugte sich.
"Hier entlang mein Herr "
Bregond stappfte an ihm vorbei und begutachtete das zweite Pferd. Nach eingehender
Untersuchung reichte er einem verblüften Cáveras die Zügel und nahm sein Pferd.
" Aber das ist mein...."
"Es war dein Pferd " sagte Bregond schwang sich auf Cáveras Stute und wartete
geduldig das der junge Mann ihm folgte.
Etwas mißmutig bestieg dieser das zweite Pferd, ein nicht ganz so edles Tier wie sein
eigenes.



Elfine stand vor Mormagil, sie hatte ihre Reisekleidúng angelegt. Braune Hosen und
ein grünes Hemd aus Schurwolle. Darüber einen Umhang, der schon bessere Zeiten
gesehen hatte. Ihre Füße hatte sie in alte Lederstiefel gesteckt.
"Was hast du vor? " Fragte Mormagil, ihr schwante Fürchterliches.
"Ich habe beschlossen euch zu begleiten" sagte das junge Mädchen.
"So hast du, wie kommst du auf die Idee, dass ich dich mitnehme. Ich habe es eilig und
meine Aufgabe ist gefährlich."
"Ich halte euch bestimmt nicht auf, ich kann Reiten. Auch wenn ich nicht ein so
schönes und prächtiges Tier habe, wie ihr." Sagte sie schelmich.
"Ich kann dich nicht mitnehmen, ehrlich nicht."
"Ihr könnt aber auch nicht eine Zeugin hierlassen; soviel ich gesehen habe, waren das
Soldaten, auch wenn ich nicht weiß von welchem Land. Doch was soll ich sagen, wenn
noch mehr von ihnen kommen? Die Gefahr, dass ich mich verplappere, ist natürlich
recht groß. Die können ja ganz schön überzeugend sein, diese Krieger. Also ich würde
so eine Gefahr nicht zurücklassen."
"Würdest du nicht, NEIN?"
"Nein wirklich nicht"
"Na gut, in diesem Punkt hast du recht. Sattele dein Pferd ich geh in der Zeit zu
meinem und mache alles reisebereit."
"Ach ja, EUER Pferd hört auf den Namen Feuerfuß, ich hab ihn letzte Woche bei
einem Rennen gesehen, es saß wohl ein Fremder drauf, aber ich denke das war ein
Freund von euch. Was habt ihr mit dem Preisgeld gemacht?" fragte sie noch als sie in
den Stall ging um ihr Pferd zu hohlen.

Die beiden konnten Fundin nicht finden, denn er war kurz vor ihrer Ankunft abgereist.
Alle seine Sachen hatte er gepackt und hatte sich in aller Heimlichkeit aus Marab-dum
geschlichen.
Ein unerklärlicher Drang trieb ihn nach Süden, er gab sich große Mühe, nicht gesehen
zu werden, es brauchte ja schließlich niemand wissen, wo er war. Er war keinem
Rechenschaft schuldig. Lange genug hatte er im Tal dieser Elbenhexe verbracht. Es
wurde Zeit, wieder auf Wanderschaft zu gehen, vorallem weg von diesen Elben. Es ist
noch nie gutgegangen wenn die Erstgeborenen, wie sie sich gerne selber nannten, mit
unserem Volk einließen.
In dieser Nacht ging er noch bis zum zerstörten Dorf, blieb aber immer auf dem
felsigen Untergrund, um keine Spuren zu hinterlassen.


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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Aigilaos: 08.05.2008 07:54.

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Am frühen morgen überkahm ihm eine seltsame Müdigkeit und er schlief in einer
kleinen Höhle ein, seine Hand umklammerte seinen neusten Besitz, einen taubeneigroßen
Rubin, den er an einer Silberkette befestigt hatte.
**
Ecthelion verspürte einen brennenden Schmerz in seinen Handgelenken und Schultern
als er erwachte. Sein Kopf pochte in einem unerträglichen Schmerz. Mühsam öffnete
er seine Augen, die völlig verklebt waren. Die Anstrengung, den Kopf ein wenig zu
heben, ließ ihn schwindelig werden, denoch schaffte er es, sich ein wenig umzusehen.
Ein kleiner Raum, dunkel und feucht. Der Boden war mit faulem Stroh bedeckt. Es gab
eine Türe, aber kein Fenster. Durch einen kleinen Spalt drang ein wenig Licht hinein.
Seine Lage war alles andere als gut, er hing einige Zentimeter über dem Boden
angekettet an der Wand.
Was war geschehen, wieso war er hier, und wo war hier?
Diese Fragen gingen ihm durch den Kopf, doch nur kurz, denn die Anstrenung ließ ihn
wieder in eine Ohmacht fallen.
"Wir sollten sie töten, schnell und ohne großes Aufsehen. Für die meisten sind sie
schon tot, also warum warten?" fragte Kali-Lômi .
"Mein Kind, sei nicht so voreilig. Auch ich möchte das der Mörder deines Bruders für
sein Schandtat büßt. Doch es gibt auch andere Wege als den Tod, die weit amüsanter
für uns sind." antwortete Nithil-Lômi.
"Doch brauchen wir doch sicherlich nicht alle drei? Du weißt, dass in drei Tagen ein
Festtag für uns ist, eigentlich war dieser Deor für die Opferung vorgesehen."
"Ja, und nun möchtest du ein würdigers Opfer, verstehe ich dich da richtig?" Sie
lächelte verschlagen.
"Nun gut, du hast deine Arbeit gut gemacht und sollst belohnt werden, bereite alles für
die Opferung vor."
"Wer?" fragte die junge Pristerin.
"Es soll ein würdiges Opfer sein " sie tat so als sie überlegte "Nimm diesen Diener
Elbereths, den Herold der Stadt, nimm Falcon An Cu."
**
Gerion war froh als Rhudar-lûg sein Gasthaus wieder verlassen hatte. Morgen würde
seine Frau wieder zu ihm kommen, das war schließlich die Abmachung gewesen.
Seine geliebte Frau in den Händen dieser Südländer zu wissen, war schlimm genug
gewesen.
Die neue Religion war gut und schön aber das war etwas Persönliches.

Er fühlte sich zwar schlecht bei dem was er getan hatte, doch es war schließlich seine
geliebte Frau.
Er bemerkte nicht wie sich die Türe öffnete, da er gerade die Gläser und den Wein
verschwinden ließ. Umso mehr erschrak er als plötzlich ein Mann mitten in seinem
Gasthaus stand.
"Wir haben geschlossen, sucht euch eine andere Herberge" sagte er mit zittriger
Stimme.
"Ich bin nicht durstig, auch will ich kein Zimmer " sagte der Mann, sein Gesicht war
nicht deutlich zu sehen, es lag im Schatten der Kapuze die er tief ins Gesicht gezogen
hatte.
"Nicht? Was wollt ihr dann von mir?"
"Von euch? Von euch will ich gar nichts, außer vielleicht eine Information "
"Sehe ich aus wie ein Mann der viel weiß, ich weiß gar nichts, also bitte geht, wir
haben geschlossen."
"Das sagtet ihr bereits"
"Und ? "
"Ich suche nach Freunden von mir, ihr habt sie nicht zufällig gesehen? Drei an der zahl
und recht groß. Eigentlich nicht zu übersehen."
Gerion wurde immer unsicherer, hatte dieser Fremde etwas gesehen, wußte er was?
"Ich weiß nicht, wovon ihr sprecht, ich habe keine Fremden gesehen, und glaubt mir
ich wüßte es wenn Elben mein Haus betreten hätten."
"Ich sagte nicht das ich Elben suche . "
Gerion war ertappt, sein Gesicht wurde blass und seine Unterlippe zitterte.
"Ach was weiß ich was ihr gesagt habt und was nicht, verlasst jetzt mein Haus, bevor
ich die Wache rufe. Ich habe euch nicht eingeladen, sucht eure Freunde woanders.
Hier waren sie nicht."
**
Falcon lag auf kaltem Stein, er fror, doch war er zu schwach, um aufzustehen. Er
vernahm ein feine Stimme aus dem Dunkel.
Silber strahlt Telperion in großer Pracht
Einst von Yavanna Kementári gemacht,
Auf dem grünen Hügel Ezellohar,
Ein Spiegel der Macht der Valar.
Dunkel scheint sein Grün,
An ihm silberne Blüten blühn,
Die das erste Licht bringen,
wovon die Eldar singen.
Golden strahlte Laurelin daneben,
von der Spenderin der Früchte gegeben.
Hell erleuchtet stand das Segensreich,
Kein Licht kommt den Bäumen gleich.
Feurig goldene Blüten säumen den Baum,
Auf Valinor, gleich einem Traum
Sie bringen das schönste Licht,
Wenn auf Valinor der Tag anbricht.
Doch ungesehen von den Valar,
Aus dem dunklen Avathar,
Wo kein Licht mehr hinscheint
Kamen Ungolianth und der dunkle Feind:
Die Bäume des Lichts haben sie geschunden,
Unvergessen bleiben die Wunden.
Yavannas Licht ist verloren,
Stille herrscht in Valmars Toren.
Niennas Tränen benetzten Ezellohar,
Yavanna wandte an die Macht der Valar,
Doch die Bäume lagen tot da.
Nur Vána hoffte, als sie die Bäume sah.
Und es sprossen die letzten Blüten,
Als Sonne und Mond werden sie den Himmel hüten.
Sie bringen Arda neues Licht,
wenn ein neuer Tag anbricht.
**
Mormagil und Elfine brachen am frühen Nachmitag endgültig auf. Die beiden kamen zu
dem Entschluß den Hof niederzubrennen. Es sollten keine Spuren gefunden werden.
Das Feuer brannte schnell und verrichtete seine Arbeit.
"Ich habe eine Freundin hier in der nähe, da der König nicht da ist müßen wir
anderswo Hilfe suchen"
Mormagil hatte Elfine von ihrem Auftrag erzählt.
"Wir sollten nur aus dieser Gegend verschwinden, dein Pferd ist zu bekannt hier"
"Ja ja ist ja schon gut, wir müßen zum Eilernach, da hab ich Freunde sie werden uns
weiterhelfen können."
Die Kleine ritt ausgesprochen gut, das mußte Mormagil ohne Neid eingestehen. Und
so änderte die Waldläuferin ihre Pläne.

Gegen Mittag des nächsten Tages kamen sie müde und erschöpft an ihrem Ziel an. Es
gab ein geschäftiges Treiben hier. Mormagil lenkte Feuerfuß leicht durch die vielen
Menschen.
"Was ist hier nur los " dachte sie.
Doch bevor sie sich darüber noch mehr gedanken machen konnte, sah sie schon ihre
Freundin Èomyn. Lange hatten sie sich nicht mehr gesehen, sie hatte sich in den
letzten Jahren nicht sonderlich verändert. Nur ihr Haar war ein wenig länger geworden.
"Ich glaub mich tritt ein Pferd, wenn das nicht Mormagil ist." Freudig kam sie auf die
beiden zu.
"Hey schau nicht so, steig ab und nimm eine alte Freundin in den Arm, ein schönes
Pferd reitest du da, kommt mir bekannt vor. Ja willst du denn nichts sagen, und mir
deine Begleiterin vorstellen?"
Mormagil sah sie an, nein sie hatte sich wirklich nicht verändert, nach außen hin,
immer fröhlich und aufgeschlossen. Das hatte sie sich im Süden angeeignet, ebenso
wie ihre andere Seite.
"Was soll ich sagen, du redest ja für drei" lachend sprang sie von Feuerfuß.
"Das ist Elfine, eine angehende Kriegerin "
"Es ist schön das du mich besuchst, doch sage mir was dich hierher führt, das letzte
was ich von dir hörte war du seist zur See gegangen"
"Das ist eine lange Geschichte, können wir uns irgendwo in Ruhe unterhalten?"
**
Er hatte das Gasthaus wieder verlassen. Gerion stellte sich auf stur, gut, wenn er es so
haben wollte und lieber zu den Fremden hielt, dann solle er auch sehen, wie er mit
ihnen fertig wurde.
Bregolas hatte genug gesehen. Denn auch er hatte den Kampf in der Gasse
beobachtet, war den drei Elben dann bis Gerions Gasthaus gefolgt. Doch war er nicht
direkt hinterher gegangen, sondern war Gerions Sohn gefolgt. Als er sah, dass dieser
sich mit Rhudar-lûg unterhielt und diesen dann zum Gasthaus führte, wurde ihm
einiges klar.
Er hatte einen Fehler gemacht, als er die drei aus den Augen gelassen hatte.
Schnell wollte er zum Gasthaus zurück, doch wurde er aufgehalten von einem Boten
Pellendurs, er möge unverzüglich zur Taluga kommen. Wichtige Nachrichten wären
eingetroffen. So kam es das Bregolas der Rote zu spät kam und nicht sah wie Rhudarlûg
mit seinen Mannen die drei Elben wegtrug.
**

Èomyn hörte sich die ganze Geschichte an, es verging der halbe morgen, schweigend
hörte sie zu. Elfine fand es ziemlich langweilig, da sie die Geschichte erst kurz vorher
gehört hatte, so beschloß sie sich etwas im Lager umzu sehen.
"Ich kenne Dol Banred " sagte Èomyn. "Ich war schon einparrmal dort. Ich habe aber
leider nie diesen Fürsten kennengelernt. Es ist schade um ihn, aber was mich am
meisten ärgert, ist die Tatsache, das jetzt so ein Speichellecker in seinem Palast sitzt
und Tempel schändet. Sein Vorgehen errinnert mich an die Geschichten die mein
Großvater mir erzählte. Orks müßen so grausam gewesen sein, du mußt wissen er hat
noch im Ringkrieg mitgekämpft, er hat sogar seine éored geführt. Ja das waren noch
aufregende Zeiten. Heute können wir nur noch zusehen wie solche Schurken an die
Macht kommen."
"Müssen wir das? Hilf mir, gegen diesen Möchtegern-Fürsten anzugehen. Es steckt
mehr dahinter, als es den Anschein hat. Diese Krieger die den Bauernhof der kleinen
Elfine überfallen hatten, waren eindeutig Südländer. Sie trugen das Zeichen des
Drachen auf ihrer Lederrüstung, nur klein, doch ich habe das Wappen gesehen. "
"Wie sah dieser Drache aus? Mein Großvater erzählte mir, dass König Theoden die
Schlange fällte im Ringkrieg, bevor er selber starb."
Nachdem Mormagil das Wappen beschrieben hatte, schwieg Èomyn. Mormagil dachte
schon sie wäre eingeschlafen, da sie sich nicht mehr bewegte. Doch dann sprang sie
auf.
"Ruf deine Freundin, wir müßen weg hier. Wir brechen noch heute auf. Pack
Lebensmittel ein, ich besorge Pferde zum Wechseln, wir werden Tag und Nacht reiten,
mit so wenig Pause wie möglich. "
"Wohin reiten wir denn?"
"Ich muß noch ein paar Vorbereitungen treffen. Ich werde einige Zeit weg sein. Elen
muß meine Vertretung sein. Es besteht mehr Gefahr, als du ahnst. Hinter diesem
Wappen steckt die Familie Lûg, eine reiche Edelfamilie aus Bozisha-dar. Sie huldigen
seit Jahrhunderten dem Bösen, es heißt, dass sie mächtige Zauberer in der Familie
haben die den bösen Geist von einst anbeten, gegen den der dunkle Herrscher nur ein
Schatten war. Wir müßen los."
"Woher weißt du das?"
"Lange lebte ich im Süden, und oft genug habe ich den Atem der Söldner der Familie
Lûg im Nacken verspürt. Ich dachte nie, dass sie sich in den Norden wagen würden.
Doch reich an Vermögen und Macht sind sie geworden in den Jahren. "
"Auf nach Dol Banred, wir müßen mit diesem Fürsten sprechen, mir schwant nichts
Gutes."
**


Meril lag schweissgebadet auf ihrem Bett. Sie hatte einen bösen Traum, einen von
vielen in den letzten Nächten, es war immer der selbe Traum. Dunkle und
unheilschwangere Träume, doch kaum war sie erwacht, waren sie verflogen.
Sie stand auf und ging hinunter an den See, der Nachtwind ließ sie frösteln. Sie bückte
sich, um sich das Gesicht zu waschen, doch eine Bewegung hinter ihr ließ sie
innehalten. Das Wasser war schwarz wie die Nacht, kein Laut war zu hören. Sie
schaute sich um, da war niemand, hatte der Wind ihr einen Streich gespielt.
Sie setzte sich und dachte über ihre Zukunft nach. Eigentlich sollte sie nicht hier sein,
sie wollte in den Süden, um Ecthelion zu warnen, oder zumindest sollte sie diesen
Zwerg suchen. Fundin war ein guter Freund Trakktor´s gewesen. Hexe hatte er sie
immer genannt dieser Naugrim. Sie lächelte und strich über ihren leicht gewölbten
Bauch. Wo war nur Trakktor?
Sie schlief unten am See ein.
**
Rhudar-lûg war sich der Tasache bewußt, das Gerion eine Gefahr darstellte, er wußte
zuviel. Er hatte die drei gesehen, war er der einzige, wohl kaum. Seine Gedanken
führten ihn weg von dieser Insel, eigentlich hätte er bei sei seinen Männern sein
sollten. Doch heute am frühen Morgen war er hinaus gegangen in die Wälder. Dieser
Elb hatte ein wunderschönes Zweihandschwert dabei gehabt. Er lächelte als er es jetzt
in den Händen hielt, eine wunderbare Waffe. Probeweise durchteilte er einige Male die
Luft. Es hinterließ einen surrenden Klang bei jedem Hieb. Immer wieder vollführte er
Scheinhiebe gegen Gegner, die nur er sah.
"Vielleicht solltet ihr euer Können mal in einem Kampf messen"
Rhudar-lûg fuhr herrum, er war so in Gedanken das er noch nicht mal hörte, wenn sich
jemand von hinten näherte. Vor ihm keine drei Meter entfernt stand ein alter Mann in
einer roten Robe, er stütze sich auf einen knochigen Stab.
"Ich meine, ihr kämpft gut mit dieser riesigen Klinge, Elbenarbeit wenn ich mich nicht
irre."
"Ich wüßte nicht, was euch das angeht?"
"Huch warum so unfreundlich? Ich hab euch doch nichts getann."
"Verzeiht alter Mann, aber ich bin etwas gereizt in letzter Zeit und ihr habt mich bei
meinem Mogentrainig gestört."
"Ich bitte um Verzeihung, ich würde euch gerne zusehen, wenn ich darf. Denn selten
sah ich einen Mann der so geschickt sein Schwert schwang."
"Ihr schmeichelt mir Alter, nun gut wenn ihr wollt so schaut mir zu, aber verhaltet euch
leise."

Bregolas verzog keine Miene, als er dem Südländer zusah und sich genau seine
Schläge einprägte. Auch bemerkte er Gilmors Zweihänder, er hoffte, dass er und seine
beiden Freunde noch lebten.
**
Falcon versuchte seinen Kopf zu heben und zu erkennen von wem diese Verse
kamen, er hatte dieses Gedicht schon sehr lange nicht mehr gehört. Vor unendlich
langer Zeit - so schien ihm - war es in Elronds Haus gewesen zu einer glücklicheren
Zeit.
Was war geschehen? Wieso war er hier in dieser nassen Zelle?
"Bemühe dich nicht Bruder, die Ketten sind zu stark für uns. Wieder einmal überkommt
uns die Dunkelheit."
Falcon blickte in die Dunkelheit der Zelle. Er versuchte, seinen Leidensgenossen zu
erkennen, doch war es zu dunkel.
"Wer bist du?" fragte er mit brüchiger Stimme.
"Früher in besseren Zeiten nannte man mich Tauremeoi, doch diese Zeiten sind lange
vorbei."
Falcon setzte sich auf, er bemerkte das er nur an einem Fuß angekettet war.
"Deine Stimme klingt traurig, noch ist Hoffnung, dass wir diesen Kerker wieder
verlassen"
"Ach ja! Woher nimmst du diese Hoffnung. Ich habe meine verloren als ich hierher kam
nach Dol Banred. Ich hörte, hier wäre ein Ort wo alle freien Völker in Frieden
miteinander leben, doch das erste, was geschah, als ich diese Stadt betrat, war, dass
ich in Ketten gelegt wurde, nur weil ich anders war, nur weil ich ein Elb war. Sie
schlugen mich und zwangen mich dazu, diesen wunderschönen Baum zu fällen, der
einst auf dem Hügel stand; nein, es besteht keine Hoffnug mehr. nicht mehr lange und
ich werde in Mandos Hallen wandern. Und dann irgendwann werde ich...." die Stimme
aus dem Dunkel versagte.
Falcon dachte über seine Worte nach; er hatte sich schon gewundert wie sie es
geschafft, hatten diesen Heiligen Baum zu fällen, doch jetzt verstand er, sie hatten
einen Elben, wahrscheinlich einen Noldo dazu gezwungen, das erklärte vieles.
"Gib die Hoffnung nicht auf, der wahre Fürst dieser Stadt ist zurückgekehrt. Wir werden
das Dunkel dahin zurücktreiben, woher es gekommen ist." Seine Stimme klang wieder
kraftvoll.




Feedback und OOC-Thread zu dieser Geschichte: [OOC] Schatten in der Dunkelheit

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Bregond und Cáveras kamen gut voran. Sie durchquerten Ihtilien ohne weitere Zwischenfälle. Das Wetter war gut und sie begegneten niemandem. Das Land war schön anzusehen, seit Legolas mit einigen Silvan aus dem Düsterwald hierher gekommen war. Sie rasteten nur, wenn es unbedingt nötig war. Bregond versuchte nicht, herauszubekommen, wer die Auftraggeber des Jungen waren, er würde sich schon noch verraten. Eines abends - es war ihr zweiter gemeinsamer - sahen sie vor sich ein kleines Lagerfeuer im Dunkeln. Langsam näherten sie sich der Stelle. Doch als sie sich der Stelle genähert hatten sahen sie es verlassen. Gepäckstücke lagen verstreut um dieses Feuer, an einem Baum waren fünf Pferde angebunden, prächtige Grauschimmel.

"Wer läßt solche Pferde unbeaufsichtigt zurück?"
"Leise junger Freund " Bregond sah sich schnell um.
"Sie haben sogar ihre Waffen liegenlassen, sieh" er zeigte auf einige Langbögen und Schwerter, die ordentlich zusammengelegt waren.
"Das sind Elbenwaffen! Eindeutig"
"Du hast ein gutes Auge für Waffen" sagte Bregond.
"Dafür ist euer Gehör nicht sonderlich gut " erklang eine Stimme von oben. Beide fuhren erschrocken hoch. Über ihnen im Geäst der Bäume saßen mehrere Elben, die sich über die beiden lustig machten. Ihre Kleidung war in grün und braun gehalten. Haare hatten sie in sämtlichen Brauntönen.

"Ihr macht ja unheimlichen Lärm "

Die Sprecherin war eine wunderschöne Elbin, ihr Haar war silbern und ihre Augen von einem grün das tiefer war als das Meer. Ein Lächeln lag ständig auf ihren Lippen.

"Wir wußten nicht das es verboten ist durch diesen Wald zu reiten und sich zu unterhalten" erwiderte Bregond der sich als erster wieder fing.

"Das weiß ich auch nicht" gestand sie. "Ich bin nicht von hier, auch kenne ich mich nicht mit euren Gesetzten aus, doch sagt seid ihr von hier ?"
"Das bin ich und auch mein Begleiter hier. Was können wir für euch tun." er verbeugte sich, was die Elbin und ihre Begleiter höchst amüsant fanden.
"Tun könnt ihr für mich nicht viel, es sei denn, ihr wisst wo wo sich der Herrscher des Sternenturms aufhält. Wir sind seiner Spur, wenn man das so sagen kann bis hierher gefolgt. Doch verloren wir sie in diesem Wald."
"Der Herrscher des Sternenturms - nie gehört, da muß ich leider passen."
"Das ist schade ich hatte gehofft ihr könntet mir helfen meinen Gemahl zu finden "

In der Zwischenzeit hatten die Elben sich versammelt, es waren ihrer mindestens zwanzig an der Zahl, die fünf Pferde waren nur als Köder gelegt worden, sie alle trugen die gleiche Kleidung. Doch jetzt sah Bregond das Wappen welches sie auf ihren Lederrüstungen hatten. Ein roter Falke mit ausgebreiteten Flügeln.

"Verzeiht, ich vergass mich vorzustellen, mein Name ist Bregond de Bress und dies ist mein Schweigsamer Begleiter Cáveras." wieder verbeugte er sich.

"Nun es freut mich euch kennen zulernen, mein Name ist Aerina An Cu, Herscherin des Sternenturmes und des fernen Landes Avero weit im Osten. " sie verbeugte sich nicht. Bregond lächelte, da hatte er seinen Verdacht bestätigt.

Wächter öffneten die Zellentür, Ecthelion blinzelte gegen das helle Licht der Fackeln, welche sie bei sich trugen. Undeutlich konnte er sie erkennen. Gedrungende, krummbeinige Wesen. Doch er brauchte sie nicht zu sehen, um sie zu erkennen. Yrch, dreckige kleine Orks. Er befand sich in seinem eigenen Kerker, soviel hatte er schon mitbekommen, aber was machten Orks auf seiner Insel?

Lachend und grunzend kamen sie näher, harte und grobe Hände packten ihn. schlugen ihn, verhöhnten ihn. Blutend brach der Fürst auf dem Kerkerboden zusammen. Ein Tritt in die Magengegend ließ ihn zusammenfahren.

"Steh auf!"
Ecthelion versuchte es, doch ein weitere Tritt ließ ihn taumeln, wieder schlug er hart auf.

"Los, stell dich nicht so an, Abschaum!" diese Stimme war es gewohnt, Befehle zu geben.
Mit aller Kraft stand er auf, der erwartete Tritt oder Schlag blieb diesmal aus.

"Wenn du versuchst zu fliehen, wird es mir ein Vergnügen sein dich persönlich zu töten."

Ecthelion glaubte jedes Wort, er hatte auch nicht vor zu fliehen, noch nicht. Widerstandslos folgte er den Orks.



"Ich bin sicherlich nicht in der Lage, euch Ratschläge zu geben, doch denke ich, dass ihr nicht so schnell den Glauben verlieren solltet. Wie brachten diese Schurken euch dazu, den Heiligen Baum zu fällen, Tauremeoi ?"

Falcon hatte sich inzwischen an das wenige Licht gewöhnt, sein gegenüber war ein gebrochener Mann, sein Körper zeigte viele Spuren der Folter, er war ausgemergelt und dürr. Doch das Schlimmste waren diese hoffnungslosen Augen, seine Stimme zitterte, als er Falcon antwortete.

"Das war mein Name, vor schier unglaublich langer Zeit. Doch diese Zeit ist lange vorbei. Nennt mich doch bitte Waldkater, ein Wesen der Nacht, das heimlich nach Beute sucht. Ihr fragt mich wie sie mich dazu brachten? Ich war nicht alleine, als ich nach Dol Banred aufbrach, meine Tochter begleitete mich, lieblich anzuschauen. Ihr Haar war wie von tiefer Nachtschwärze und ihre Augen waren wie die Sterne der Nacht. Ihr Lachen, ihr hättet ihr Lachen hören sollen. Doch all dies ist vergangen, denn sie haben mich betrogen, sie versprachen mir, sie zu schonen, ihr Lachen nicht auszulöschen, was sollte ich anderes tun als ihnen zu glauben. Ihr Lachen sollte überdauern, doch sie hintergingen mich. In dem Augenblick als der Baum fiel, durchschnitt dieses Weib meiner Tochter die Kehle. Nie wieder werde ich ihr Lachen hören."

Falcon schwieg...


Der Hauptmann Deor beobachtete das Treiben auf dem Kerkergang. Sie hatten also auch den Fürsten geschnappt, das war nicht gut. Er hatte sich schon gefragt, ob sie ihn vergessen hatten, jetzt hatte er eine Antwort. Er war ihnen nicht mehr wichtig genug.

Einige Stunden später öffnete sich seine Zellentür, ein einzelner Wächter betrat mit einer Schüssel den Raum. Er wirkte nicht sehr interessiert, da er dachte, dass dieser alte Mann an der Wand angekettet war. Doch dies war ein Irrtum. Deor hatte die letzten Tage damit verbracht, seine Fesseln zu lösen. Kurz bevor der Wächter eintrat hatten seine Bemühungen Erfolg.

Blitzschnell sprang er auf, der Wächter war viel zu überrascht um zu reagieren. Deor schlang die Reste seines Fesseln um die Kehle und hielt ihm mit der anderen den Mund zu damit dieser nicht schreien konnte. Nach wenigen Augenblicken wehrte sich der Südländer nicht mehr. Deor ergriff den Dolch und den Schlüsselbund an der Seite des Toten, legte ihn auf sein Lager und verschloss die Türe hinter sich. Von seinen Männern hatte keiner überlebt, das wußte er, doch gab es hier noch andere Gefangene. Vorsichtig schlich er sich zur nächsten Türe. Sein Gesichtsausdruck verfinsterte sich, als er hineinschaute. Auf einer Streckbank lag ein guter Freund von ihm. Der Berater seines Fürsten, Gilmor. Er war nicht bei Sinnen, dennoch machte er sich daran ihn zu befreien.

Nach einer Stunde hatte er den Außenbezirk der Stadt erreicht, es war ihnen niemand mehr begegnet. Gilmor war immer noch nicht wieder bei Bewußtsein, doch Deor war guten Mutes.

Bregond deutete eine weitere Verbeugung in Richtung Aerinas an, was Cáveras ein entnervtes Lächeln aufzwang; er fand dieses Verhalten mehr als lächerlich.

"Herrscherin des Sternenturmes... Zwar kenne ich niemanden, der für sich beansprucht, der Herrscher des Sternenturmes zu sein, doch kommt mir das Wappen eurer Krieger bekannt vor. Gestattet die Frage, ist der Name eures Gemahls Falcon An Cu?"
"Das ist sein Name. Ihr kennt ihn? Wo ist er?"
"Kennen wäre zuviel gesagt, ich bin ihm schon begegnet. In Dol Banred, einer Stadt im Delta des Anduin."
"Wie weit ist es? Wir brechen sofort auf."
"Das solltet ihr besser nicht tun."
"Was sollte mich davon abhalten?"
"Es ist in dieser Stadt nicht mehr sicher für Elben."
"Aber wenn mein Gemahl dort ist..."
"Man hält ihn gefangen, zusammen mit dem rechtmäßigen Fürsten der Stadt und dessen Berater."
"Wenn ihr das alles wisst, warum helft ihr ihnen nicht? Oder gehört ihr zu denen, die ihn..."

Die Männer mit dem Falkenwappen griffen zu ihren Waffen und schlossen ihren Kreis enger um Bregond und Cáveras . Als Cáveras' Hand zu seinem Dolch glitt, hielt Bregond ihn zurück.
"Nein! Nicht ich brachte ihn und seine Freunde in diese Lage. Noch immer haben die drei Freunde in der Stadt. Einer von ihnen gab mir eine Botschaft und beschrieb mir den Weg zu Leuten, denen er vertraut und die Hilfe bringen können."

"Wer und wo?" Aerinas Stimme hatte einen herrischen Ton angenommen.

"Die Herrin des Tals, sie herrscht über ein verborgenes Reich in den Bergen im Osten. Wenn es stimmt, was mir berichtet wurde, hat sie die Macht, eurem Gemahl und seinem Fürsten zu helfen."

"Wir werden euch begleiten. Macht alles für unseren Aufbruch fertig."

Ihre Stimme duldete keinen Widerspruch. Auch die Pferde von Bregond und Cáveras wurden gebracht, und dann brachen sie auf. Es wunderte die beiden Männer nicht, dass man ihnen misstraute und jeden von zwei Elben flankieren ließ. In fliegendem Galopp ging es durch die anbrechende Nacht.

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Die Drachentriologie
Geheimnisse in der Dunkelheit
Schatten in der Dunkelheit



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Die Sonne stand noch nicht hoch am Himmel, als Dîrmors Hunde dann doch eine Witterung aufnahmen, nur schwach, aber wenigstens endlich eine Spur von dem Zwerg. Wie es schien, hatte Fundin in einer Höhle gerastet. Mit neuer Hoffnung folgten sie der Spur weiter nach Süden. Und so kam es, dass Aerina und ihre Gruppe sich dem Tal immer weiter näherten, während die Gruppe um Arwen sich weiter entfernten.

Nach einigen Tagen, in denen sie sich nur wenige Pausen gegönnt hatten, erreichten Aerina An Cu und ihre Begleiter ein zerstörtes Dorf . Es war wohl schon eine Weile her, aber hier musste ein heftiger Kampf getobt haben. Ihre Eskorte sah sich angespannt um. Was war hier geschehen?

Sie hielten sich nicht lange auf, sondern folgten dem Weg weiter nach Norden. Gegen Mittag machte sich eine seltsame Anspannung unter den Elben breit. Sie fühlten sich beobachtet, auch wenn sie niemanden bemerken konnten. Bregond schwieg, er hatte den Adler bemerkt, der schon eine Weile über ihnen kreiste und ihnen zu folgen schien. Wenn es stimmte, was der alte Mann ihm in diesem Schuppen erzählt hatte, war das einer der Wächter des Tals und sie hatten ihr Ziel fast erreicht. Mit dem, was dann geschah, hatte er allerdings nicht gerechnet.

Plötzlich stand wie aus dem Boden gewachsen ein Elb vor ihnen auf dem Weg. Er war hochgewachsen und schlank, sein Haar dunkel, doch seine Augen strahlten. In seiner Hand hielt er einen Speer und an seiner Seite hing ein wunderschönes Langschwert. Über seinem glänzenden Kettenhemd trug er einen hellgrauen Waffenrock, doch kein Wappen ließ seine Zugehörigkeit erkennen.

"DARO! HALT!

Sofort griffen die Männer mit dem Falkenwappen zu den Waffen, nahmen ihre Herrin in die Mitte und wendeten die Pferde nach außen.

"Wer seid ihr? Wieso reitet ihr unter Waffen und ohne Erlaubnis durch dieses Gebiet?"

"Und wer seid ihr, dass ihr Reisenden auflauert?" Aerina hatte ihr Pferd nach vorne getrieben. "Wir kommen in friedlicher Absicht."
"Das will ich hoffen, denn nur ungerne würde ich die Waffen gegen Elben erheben müssen."

Unbemerkt waren weitere Krieger aus dem umliegenden Dickicht getreten, auch sie alle mit Schwert und Speer bewaffnet. Die zwanzig Männer um Aerina sahen sich von fast dppelt so vielen Wachen umgeben.

"Ich frage euch erneut: Wer seid ihr und was wollt ihr hier?"

"Entschuldigt, wenn ich mich hier einmische." Bregond ließ sein Pferd neben das der Elbin treten. "Mein Name ist Bregond de Bress. Ich habe sie hierher geführt. Wir sind auf dem Weg zur Herrin des Tals. Ich komme als Bote und traf unterwegs auf diese Dame und ihre Begleitung. Es ist von großer Wichtigkeit, dass wir sofort mit eurer Herrin sprechen können."

"Wer schickt euch? Und was wisst ihr von der Herrin des Tals?"
"Dies wurde mir als Zeichen mitgegeben, als Zeichen dafür, wer mich schickt."

Bregond gab dem Elben in Grau einen kleinen Stein; eine Gemme aus weißem Mamor, in die ein schwarzer Adler mit ausgebreiteten Schwingen über einem weißen Kristall in der Form eines siebenstrahligen Sterns eingelassen war. Der Elb nahm den Stein, sah Bregond ernst an und steckte den Stein dann weg.

"Folgt uns! Wir bringen euch zur Herrin des Tals, sie wird entscheiden, was weiter geschieht."

Die Gruppe machte sich auf den Weg weiter in Richtung Norden. Der Adler war verschwunden.


Pellendur war erleichtert, aber auch schockiert als er Deor und Gilmor sah, wie sie in einem kleinen Boot auf die Taluga zuruderten. Sie waren beide in sehr schlechtem Zustand. Sofort sandte er Männer aus, um ihnen zu helfen.

Gilmor war schon im Boot erwacht, schnell hatten die beiden ihre Geschichten ausgetauscht. Deor berichtete, wie er auf dem Heimweg in einen Hinterhalt geraten war, all seine Männer wurden auf heimtückiche Weise aus dem Hinterhalt erschossen. "Ein Pfeil streifte mich und ich fiel von meinem Pferd in dem Gewühl. Ich sah noch, wie Bregolas auf die Feinde einhieb, doch dann traf mich etwas am Hinterkopf, alles wurde schwarz. Erst im Kerker wachte ich wieder auf. Nach einiger Zeit bekam ich mit, dass drei Elben im Kerker einsaßen. Doch bekam ich euch nie zu Gesicht."

"Wir werden unsere gefallenen Brüder rächen, darauf könnt ihr euch verlassen. Doch zuerst müssen wir die, die noch leben, aus den Fängen dieser Bestien befreien."

"Ihr seid zu schwach, genauso wie ich."
"Das werden wir sehen."

Pellendur erwartete sie auf Deck der Taluga.

"Ich bin froh euch wieder zusehen, damit hat niemand mehr gerechnet. Wie ist es euch ergangen?"
"Später werde ich euch alles berichten, Kapitän! Später."

Gilmor verschwand ohne ein weiteres Wort in der Kajüte des Kapitäns.

Deor und Pellendur schauten ihm verwirrt nach.

"Elben " sagten dann beide.



"Wo bist du gewesen du Nichtsnutz von einem Mann? Einer der Elben konnte fliehen, nur weil ihr nicht auf eurem Posten wart. Eine unserer Wachen, einer eurer Männer wurde heute Morgen tot in der Zelle des Menschen gefunden. Was sagt ihr dazu?"

Rhudar-lûg kniete vor seiner Mutter. Die ganze Zeit hatte sie ihre Stimme kein einziges Mal erhoben. Sie blieb verdächtig ruhig. Das war nicht ihre Art, ganz und gar nicht. Sie hasste es, wenn jemand aus ihrem Haus versagte. Auch wenn es nur ein einzelner Soldat der Wache war. Seltsam, er hatte heute Morgen beim Apell gar nicht gemerkt das einer fehlte.

"Meine Aufgaben führten mich in die Stadt. Ich habe ein Auge auf diesen Wirt geworfen, ich denke er ist ein Risiko für uns. Er weiß zu viel"

"Wer hat die gesagt das du Denken sollst? Das ist nicht deine Aufgabe, dafür sind wir Frauen da. - Es ist nicht gut, dass Gilmor fliehen konnte, nein wirklich nicht gut, für unsere Pläne."

Sie verfiel in Gedanken, dennoch wagte er nicht aufzublicken, er wartete ab.

"Du wirst diesen Fehler wieder gutmachen, da bin ich mir sicher. Nimm deine Garde und suche die Flüchtlinge. Bring mir den Kopf von Gilmor dem Noldor. Er soll meinen Altarraum schmücken wenn wir Falcon opfern"

Rhudar-lûg verließ lächelnd den Raum seiner Mutter, er wußte, dass die Flucht geplant war. Seine Schwester hatte ihm alles gesagt. Deor hatte auch noch schön mitgespielt, er hatte sie direkt zu den aufständigen Rebellen geführt.

**

Cáveras hielt sich im Hintergrund. Ihm gefiel die Entwicklung des Geschehens ganz und gar nicht, so hatte er sich das nicht vorgestellt. Doch er war mit seinem Unbehagen nicht alleine. Den Elben in seiner Begleitung schien es auch nicht sonderlich zu gefallen, dass sie in eine unterirdische Stadt geführt wurden, eine Zwergenstadt. Keiner von ihnen hatte ein Auge für die Schönheiten der Anlage, alle waren von einer angespannten Wachsamkeit, die sich erst etwas legte, als sie das zweite Tor passierten und Gil-Esgal erblickten.


Andere Wächter begleiteten sie jetzt bis zu den Mauern der Stadt und dann über breite Straßen bis zu einem Turm. Dort wurden Aerina, Bregond und Cáveras von den anderen getrennt.

"Was soll das werden?"

"Man erwartet euch im Turm. Eure Männer werden in ein Haus geführt, wo sie ruhen können. Es besteht kein Grund zur Sorge."

"Nennt es nicht Sorge sondern Vorsicht. Wer erwartet uns?"

"Dies ist der Turm der Herrin des Tals, bitte kommt."

Die drei gaben es auf weiter zu fragen und folgten dem Elben. Sie wurden in einen großen Raum gebracht, wo eine Elbin und ein Zwerg auf sie warteten. Der Wächter, der sie begleitet hatte, gab der Elbin die Gemme, die Bregond ihm ausgehändigt hatte. Besorgnis zeigte sich auf ihrem Gesicht als sie die unerwarteten Gäste ansah.

"Ich grüße euch. Was führt euch und eure Krieger hierher?"

"Erlaubt, dass ich mich vorstelle. Ich bin Bregond de Bress, mein schweigsamer Begleiter hier ist Cáveras und diese Dame hier ist Aerina An Cu, die Herrin des Sternenturmes."

"Dies ist Groin, König der Zwergenstadt Marab-dum, die ihr durchquert habt, und mein Name ist Ivorwen. Was führt euch in unser Tal?"

"Dann seid ihr die Herrin des Tals?"

"Nein, ich bin ihre Verwandte. Woher habt ihr dieses Zeichen?

Sie hielt die Gemme auf der flachen Hand und sah ernst von einem zum anderen. Auch Groin sah ihnen ernst und prüfend in die Gesichter. Ihm entging nicht, dass Cáveras sich im Hintergrund hielt und versuchte in Vergessenheit zu geraten.

"Ich komme als Bote hierher. Der Mann, der mich schickte gab mir diesen Stein als Zeichen mit. Ihr kennt den Stein, dann wisst ihr auch wer mich geschickt hat."

"Ich habe von diesem Stein gehört. Er wurde einem Mann als Zeichen des Dankes gegeben, der Hilfe in großer Not gebracht hatte. Was ist geschehen?"

Bregolas berichtete von den Ereignissen in Dol Banred in den letzten Monaten. Er schloß seinen Bericht mit der Gefangennahme des Fürsten und dessen Begleiter und dem Auftrag, den ihm ein alter Mann in einem Lagerhaus am Hafen erteilt hatte. Aerina starrte vor sich hin, auch ihr hatte er in den letzten Tagen nicht erzählt, wie es um ihren Gemahl stand. Jetzt wandte sie sich an Ivorwen.

"Wenn ihr nicht die Herrin des Tals seid, wer ist es dann? Wo ist sie? Hat sie wirklich die Macht meinem Gemahl zu helfen?"

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30.06.2010 08:38 Falcon ist offline E-Mail an Falcon senden Beiträge von Falcon suchen Nehmen Sie Falcon in Ihre Freundesliste auf
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Ivorwen schwieg und sah Groin fragend an, doch auch der gab keine Antwort. Sie wussten nicht genau wo Arwen jetzt war oder wie sie sie erreichen sollten.

"Bitte antwortet mir."

"Die Herrin des Tals ist nicht hier, sie hat sich vor zwei Tagen mit einigen Begleitern auf die Suche nach einem verschwundenen Freund gemacht. Sie könnte euch vielleicht helfen, aber es wird dauern, bis ein Bote sie gefunden hat."

"Dann schickt diesen Boten! Aber vielleicht ist es besser, wenn ich mit meinen Männern alleine nach Dol Banred aufbreche."

"Ihr werdet dieses Tal nicht ohne die Erlaubnis von Frau Arwen und mir verlassen!" Groin sprach mit drohender Bestimmtheit.

"Sind wir etwa eure Gefangenen?" Cáveras meldete sich aus dem Schatten zu Wort.

"Ihr seid keine Gefangenen, ihr seid unsere Gäste bis Frau Arwen mit euch gesprochen hat. Nutzt die Zeit und ruht euch aus, erholt euch von eurer Reise. Ihr könnt versichert sein, dass wir einen Boten schicken werden."

Die drei verneigten sich zum Abschied und verließen den Raum. Bedienstete führten sie zu einem Haus in der Nähe des Turmes, wo bereits die Falken-Wachen warteten. Ivorwen wandte sich an Groin, gemeinsam verließen auch sie den Turm und gingen in den Garten.

"Was meint ihr dazu?"

"Frau Arwen muss schnellstens gefunden werden. Nur sie kann entscheiden, ob wir die Verschwiegenheit des Tals aufgeben, um dem Fürsten dieser Inselstadt zu helfen. Habt ihr eine Möglichkeit, sie schnell zu finden? Ich meine diesen Spiegel... Seht mich nicht so an, Frau Ivorwen, ich weiss von Aranwes Spiegel."

"Nein, der Spiegel wird uns hier nicht helfen. Aber vielleicht kann uns einer der Wächter helfen."

Ivorwen sah zu dem großen Adler hinüber, der sonst immer in Arwens Nähe war und jetzt auf dem neuen Brunnen im Garten zu warten schien. Sie nahm den Stein mit dem Wappen des Hauses Aranwe und hielt ihn dem Adler auf der flachen Hand hin. Der sprang vorsichtig auf ihren Arm, griff den Stein mit den Fängen und erhob sich mit einem Schrei in die Luft.
Ivorwen und Groin sahen dem Vogel hinterher. Wenn überhaupt, war er in der Lage, Arwen und Dîrmor schnell zu finden. Sobald sie den Stein zu Gesicht bekämen, wüssten sie, dass sie dringend im Tal gebraucht wurden.

Wieder hatte der Regen eingesetzt. Seit sie aufgebrochen waren, vor zwei Nächten, hatten sie nur wenig geschlafen; sie hatten sich und ihre Pferde nicht geschont. Immer wieder hatte Èowyn die beiden angesport. Einige Male hatte sie das Gefühl, dass die junge Elfine es nicht schaffen würde, doch sie war härter, als es den Anschein hatte. Nun war es soweit: sie schauten auf das Delta des Anduin herab. Dunkel lag der Fluß unter ihnen. Er wirkte gespenstisch, im Hintergrund war das Morkai Gebirge schemenhaft zu sehen.

"Wir sollten eine kleine Rast einlegen, es bringt nichts wenn wir total Müde beim Fürsten der Stadt vorsprechen." sagte Èowyn

"Bist du sicher das es eine gute Idee ist, mit ihm zu sprechen? Ich meine, der macht gemeinsame Sache mit diesen Kriegern aus dem Süden, er hat sie als Stadtwache eingesetzt. Ich finde das sehr gefährlich."

"Ich bin deiner Meinung das es gefährlich ist, denoch müßen wir mit ihm reden, Mormagil. Es wird wahrscheinlich nicht viel bringen aber wir müßen es versuchen."

"Warum? Das versteh ich nicht. Er ist ein Mörder und Verräter. Ich habe die Menschen gesehen die er hat verbrennen lassen. Immer noch höre ich ihre Schreie in der Nacht."

"Denoch müßen wir zuerst mit ihm reden, er ist ein Nachkomme von Numenor, er hat königlichges Blut."

"Woher wißt ihr das?"

"Ich kannte seinen Bruder sehr gut. Er hat mir einst das Leben gerettet, der junge Bursche. Möchte ihn schon gerne wiedersehen, ich hatte nie Gelegenheit mich bei ihm zu bedanken. Muß ein stattlicher Mann geworden sein, der junge Thorondor."


Die Taluga lag vor Anker in einer kleinen Bucht, wenige Männer hielten Wache. Gilmor, der Berater von Fürst Ecthelion stand am Bug des Schiffes. Er hatte sich schnell von der Folter im Kerker erholt. Er trug seine schwarze Kleidung, doch unter der Weste aus Samt trug er sein altes Mithrilkettenhemd. Er hatte sich bei Pellendur ein Langschwert geliehen und zwei lange Dolche. Er vermisste das vertraute Gefühl seiner eigenen Waffe, doch diese war ihm abgenommen worden, das letzte Erbstück seines Vaters. Tief in Gedanken versunken, bemerkte er im letzten Moment, dass Deor zu ihm getreten war.

"Ich sehe, euch geht es wieder besser." Versuchte er ein Gespräch zu beginnen.

"Wir Elben sind gute Schauspieler, doch das solltet ihr eigentlich wissen. Ihr dient schon so lange dem Fürsten, das ihr uns langsam kennen müßtet. " erwiederte er.

"Elben zu verstehen ist nicht die Aufgabe von mir, ich bin da, die Insel und ihre Bewohner zu schützen. Doch in dieser Aufgabe habe ich versagt. Ich habe all meine Männer in den Tod geführt. Und es war keine ehrenvolle Schlacht, in der sie gestorben sind. Ich hätte vorsichtiger sein müßen, Wachen aufstellen, Kundschafter ausschicken. Doch ich war so versessen darauf, die Türme der Stadt wiederzusehen, dass ich alle nötigen Vorkehrungen beiseite ließ.Meine Männer haben mir vertraut."

"Und nun sind sie tot, daran läßt sich nichts mehr ändern, auch wenn ihr euch noch so Vorwürfe macht, davon werden sie nicht wieder lebendig. Wir sollten uns lieber Gedanken um die noch lebenden machen. Falcon und Ecthelion sind immer noch in den Fängen dieser Leute. Mit den wenigen Männern hier auf der Taluga können wir nichts machen."

Deor sah den Noldor an, seine Worte waren hart und unmenschlich. Viele der Männer hätten für diesen kaltherzigen Elben ihr Leben gelassen. Und jetzt noch nichtmal ein Wort der Trauer oder des Trostes. Doch bevor er antworten konnte, schlug ein Brandpfeil keine zwei Schritt von ihm in die Holzplanken der Taluga ein.

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02.07.2010 11:03 Falcon ist offline E-Mail an Falcon senden Beiträge von Falcon suchen Nehmen Sie Falcon in Ihre Freundesliste auf
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Es war schon später Nachmittag, als Dîrmor sein Pferd zügelte. Die Hunde hatten die Fährte wieder verloren. So etwas hatte er noch nie bei ihnen erlebt, das ging nicht mit rechten Dingen zu. Sie beratschlagten, wie es nun weitergehen sollte. Raul und Merles wollten die Suche fortsetzen, irgendwo musste der Zwerg doch sein. Fundin konnte unmöglich schneller gelaufen sein als ihre Pferde. Dîrmor und Arwen waren unschlüssig, einerseits machten auch sie sich Sorgen um Fundin, aber andererseits hielten sie nichts von einer blinden Suche. Während sie miteinander nach einer Lösung suchten, rasteten sie an einem kleinen Tümpel.

Der Schrei eines Adlers ließ sie hochschrecken. Arwen erkannte den Adler sofort, der über ihnen kreiste. Sie streckte dem Vogel den Arm entgegen, dieser nahm die Einladung an und ließ sich auf ihrer Faust nieder. Sie bemerkte, dass er etwas in den Fängen hielt und hielt ihm die andere Hand hin, der Adler ließ die Gemme fallen. Arwen erbleichte, als sie ihr Familienwappen auf dem weißen Stein sah. Sie warf Dîrmor den Stein zu und sah dann den Adler wieder an.

"Ich danke dir, mein Freund. Flieg zurück, sag ihnen dass wir kommen."

Der Adler erhob sich wieder in die Luft und verschwand so schnell wie er gekommen war. Dîrmor sah sie fragend an, Raul sah verständnislos von einem zum anderen und Merles hatte nur Augen für den Adler.

"Wir reiten sofort zurück zum Tal."

"Jetzt? Es wird bald dunkel, wir sollten eher einen Lagerplatz suchen oder das Lager gleich hier aufschlagen." Merles schaute entgeistert drein.

"Wir werden weder hier noch sonst wo lagern, wir müssen sofort zurück zum Tal. Etwas ist passiert. Wir werden ohne Pause reiten und sofort aufbrechen."

Arwens Stimme duldete keinen Widerspruch, und so fügten Raul und Merles sich ohne weitere Fragen. Anders Dîrmor, während sie ihre Pferde holten gab er ihr den weißen Stein zurück.

"Was hat es damit auf sich, Arwen? Was ist geschehen, dass der Adler dir diesen Stein bringt?"

"Diesen Stein gab ich Bregolas als Zeichen des Dankes für seine Hilfe. Du musst wissen, er ist ein stolzer Mann, hätte ich ihm damals einfach eine Belohnung angeboten, hätte ich ihn beleidigt. Ich gab ihm diesen Stein mit dem Wappen meiner Familie und versprach ihm, sollte er je meine Hilfe oder die meines Volkes brauchen, würde der Stein als Zeichen genügen. Und wie es scheint, braucht er meine Hilfe schneller als erwartet. Er oder ein Bote von ihm sind im Tal. Wir müssen so schnell wie möglich zurück."

Ohne weitere Worte saßen die vier auf und lenkten ihre Pferde auf den Weg, der sie zurück ins verborgene Tal bringen sollte. Wie sie gesagt hatte, duldete Arwen keine Pausen. Mond und Sterne gaben genügend Licht und so ritten sie die ganze Nacht durch. Erst im Morgengrauen legten sie eine kurze Rast ein, Merles war im Sattel eingeschlafen und beinahe vom Pferd gefallen. Raul hatte es gerade noch bemerkt und ihn festgehalten.

Während der Nacht war der Adler wieder in Gil-Esgal eingetroffen. Ivorwen und Groin waren erleichtert. Sie schickten ihnen eine berittene Eskorte entgegen, die sie empfangen sollte. Die Nachricht, dass ein Bote die Herrin vom Tal gefunden hatte und sie auf dem Weg zurück war, erreichte auch Aerina und die anderen Gäste. Es beruhigte die Herrin des Sternenturmes aber nur wenig; sie fürchtete, nicht zu unrecht, um das Leben ihres Gemahls.

Arwen konnte ihre Unruhe nur schwer beherrschen. Sie wusste, dass Merles solche Anstrengungen nicht gewohnt war und sein Pferd nicht lange mit ihrem und Dîrmors mithalten konnte, aber sie mussten so schnell wir irgend möglich zurück zum Tal. Sie spürte, dass es auf jeden Augenblick ankam. Schließlich traf sie eine Entscheidung.

"Dîrmor und ich reiten alleine weiter. Raul, bitte kümmert euch um Merles und folgt uns so schnell wie ihr könnt."
"Aber..."
"Kein aber, Raul. Meister Wiesenhang hier ist ein treuer kleiner Kerl, aber ich kann jetzt keine Rücksicht auf sein Tempo nehmen. Alleine sind Dîrmor und ich schneller."

Während sie gesprochen hatte, waren sie und Dîrmor aufgestanden und wieder in die Sättel gestiegen. In gestrecktem Galopp machten sie sich wieder auf den Weg. Raul sah ihnen hinterher, so schnell wie jetzt eben hatte er die Pferde tatsächlich noch nie laufen sehen. Sie hatte wohl Recht, auch wenn es ihm nicht gefiel.

Die Sonne hatte kaum ihren höchsten Stand erreicht, als Arwen und Dîrmor die Ruinen von Rauls altem Dorf erreichten. Sie hatten den Saum des Waldes gerade verlassen, als ihnen auch schon die Wachen entgegen kamen, die Ivorwen ausgeschickt hatte. Therlas führte sie an.

"Ich grüße euch, Frau Arwen."
"Therlas. Hatte ich nicht gesagt, ich wolle keine Eskorte?"
"Das hattet ihr, Herrin. Doch seitdem haben Botschaften das Tal erreicht. Frau Ivorwen schickt uns."

Die Männer nahmen Arwen und Dîrmor in die Mitte. Mit unvermindertem Tempo ging es weiter in Richtung Äußeres Tor.

Therlas hatte einen Boten vorausgeschickt, und so waren die Torwachen vorbereitet, als sie am frühen Abend den Eingang nach Marab-Dum erreichten. Die große Straße, die das Äußere mit dem Inneren Tor verband war freigehalten worden, und so konnten sie diese ausnahmsweise zu Pferde passieren. Viele Zwerge sahen ihnen erstaunt hinterher. Solche Aufregung hatte es in der Zwergenstadt zuletzt vor dem großen Kampf gegeben.

Als sie das Innere Tor passiert hatten und das Tal über einen Pfad unterhalb der Treppe erreicht hatten, gaben sie den Pferden die Zügel wieder frei und ließen sie laufen. In starkem Trab ging es durch die Straßen Gil-Esgals bis zum Turm. Dîrmor und Arwen wurde an der Treppe bereits von Ivorwen und Groin erwartet.

Mit schnellen Schritten betraten sie gemeinsam den Turm und gingen in das Empfangszimmer.

Es brauchte nicht lange, um die beiden über die Nachrichten, die Bregond gebracht hatte in Kenntnis zu setzen. Nachdenkliches Schweigen legte sich über den Raum. Groin brach die Stille als erster.

"Was werdet ihr tun, Frau Arwen?"
"Das Wort das ich gegeben habe werde ich auch erfüllen. Aber nicht nur mein Wort bindet mich. Wäre Lindan Sato nicht in Dol Banred erschienen, hätte Fürst Ecthelion nie seine Stadt verlassen und das alles wäre so nicht geschehen. Er half mit, das Reich meines Vaters zu erhalten und rettete mein Leben; ich stehe also tief in seiner Schuld. Jetzt werde ich ihm helfen, seine Stadt zurückzuerlangen."
"Wann wollt ihr aufbrechen? Und wieviele Männer wollt ihr mitnehmen?"
"Ich breche noch heute nacht auf, jeder Augenblick ist jetzt kostbar. Ich werde keine Männer mitnehmen, die Krieger in der Begleitung Aerinas sollten ausreichen."
"Das werde ich nicht dulden, Arwen." Ivorwen mischte sich ein. "Du hast noch nicht mit unseren Gästen gesprochen. Aerina und ihre Männer sind vertrauenswürdig, aber dieser Bregond de Bress behält seine wahren Gründe für sich und steckt tiefer drin als er zugibt. Und erst dieser Cáveras, er ist mir fast unheimlich. Ich traue ihm nicht, du solltest ihm nie ungeschützt den Rücken zuwenden."

"Wenn du meinst, ich vertraue deinem Urteil. Schickt einen der Bediensteten zu unseren Gästen und bittet sie zu mir. Ich möchte mit ihnen reden, zuerst mit Aerina und dann mit den beiden Menschen."

Groin war gegangen, und Ivorwen und Dîrmor kümmerten sich um die Vorbereitungen, damit sie so bald wie möglich aufbrechen konnten. Sie brauchte nicht lange auf Aerina An Cu zu warten. Die beiden Frauen sprachen lange miteinander. Es erstaunte Arwen, was Aerina ihr über Falcon offenbarte; abgesehen davon, dass niemand, wahrscheinlich nicht einmal Fürst Ecthelion, wusste, dass er eine Frau hatte. Jede versprach der anderen, zu schweigen, die eine über das Tal, die andere über den Herrn des Sternenturms.

Nachdem Aerina gegangen war, um auch ihre Männer den Aufbruch vorbereiten zu lassen, blieben Arwen nur wenige Augenblicke der Ruhe, es langte gerade um einen Schluck Wasser zu trinken, bis Dîrmor mit Bregond und Cáveras bei ihr erschien. Er ließ sie nicht mit den beiden alleine, sondern stellte sich einen Schritt seitlich hinter Arwen, die Hand hatte er an seinem Dolch. Dîrmor machte keinen Hehl daraus, dass er den beiden Männern nicht traute, was denen auch nicht entging. Arwen ließ sich erneut berichten, was Bregond in ihr Tal geführt hatte. Cáveras schwieg, wie meistens, und hielt sich im Hintergrund.

"Nun, Bregond de Bress, ihr habt die Botschaft überbracht, die euch aufgetragen wurde. Jetzt ist es an euch beiden, euch zu entscheiden."
"Was zu entscheiden?"
"Ihr habt die Wahl: Entweder, ihr schwört das Geheimnis dieses Tals zu bewahren, oder ihr bleibt für immer hier."
"Wir werden euer Geheimnis niemandem offenbaren."
"Gut, dann schwört. Ihr Bregond bei dem Eid, mit dem ihr Gondor Treue gelobt habt, und ihr Cáveras, bei dem Dolch, den ihr an eurer Seite tragt."

Es widerstrebte den beiden Männern zwar, aber sie schworen wie gefordert. Arwen bemerkte sehr wohl ihr Unbehagen.

"Auch ich verspreche euch etwas. Solltet ihr diese Eide brechen und uns verraten, wird es der letzte Verrat in euren Leben gewesen sein."

Die beiden Männer sahen sie an, und was sie in den Augen der Elbin erblickten, ließ sie nicht daran zweifeln, dass dies keine leere Drohung gewesen war. Sie verneigten sich hastig und verließen den Raum.

Dîrmor wollte ihnen folgen, doch Arwen hielt ihn mit einem leichten Kopfschütteln zurück. Sie wollte gerade etwas sagen, als Ivorwen und Groin bei ihnen erschienen. Sie brachten etwas zu Essen und zwei Bündel mit.

"Hier, ihr müsst wenigstens etwas essen, bevor ihr wieder aufbrecht."
"Was sind das für Bündel, die ihr da bei euch habt?"
"Arwen, denkst du etwa, wir lassen dich so hier weg? Diese Reise ist gefährlich, dass es zu Kämpfen kommen wird, scheint mir unvermeidlich. Ich habe Therlas einige Dinge aus der Bergfeste deines Vaters holen lassen."
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06.07.2010 14:52 Falcon ist offline E-Mail an Falcon senden Beiträge von Falcon suchen Nehmen Sie Falcon in Ihre Freundesliste auf
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Ivorwen öffnete die Bündel, sie enthielten ein silbernes Kettenhemd, das Schwert ihres Vaters und eine Weste aus schwarzem Leder. Arwens Blick blieb an dem Schwert ihres Vaters hängen, zögernd nahm sie es in die Hand. Er hatte es vor ewiger Zeit aus Aman mitgebracht. Schweigend legte sie es zurück.

"Was soll das? Ihr wisst, dass ich kein Schwert führe."
"Arwen, bitte. Dein Stab..."
"Ich will nicht wieder mit dir darüber streiten, Dîrmor. Ich werde dieses Schwert nicht mitnehmen, und auch kein anderes. Und dieses Kettenhemd werde ich auch nicht anlegen, es ist für mich zu groß und zu schwer. Meine alte Weste muss reichen."
"Das sollte auch nicht für dich sein. Ich werde dich begleiten, zusammen mit Therlas. Und selber besitze ich kein Kettenhemd. Für dich ist diese Lederweste. Groin hat sie für dich fertigen lassen."

"Dîrmor hat Recht, Frau Arwen. Ihr tragt jetzt die Verantwortung für das Tal und seine Bewohner, ihr müsst euch schützen so gut es geht. Diese Weste ist aus zwei Lagen Leder, aber was viel wichtiger ist, dazwischen ist ein leichtes, dünnes Kettengewebe aus Marrhal. Die Weste wird euch nicht belasten oder euch in eurer Bewegung behindern, aber sie wird euch besser schützen als eure alte Weste. Nehmt sie, hört auf eure Verwandten... und auf einen alten Zwerg."

Ein solches Geschenk konnte Arwen schwerlich ablehnen, und so tauschte sie ihre alte Weste gegen die neue von Groin. Sie musste zugeben, dass sie das Gewicht kaum spürte und dankte Groin. Therlas erschien und meldete, dass alles zum Aufbruch bereit sei. Er war wie immer in Grau gekleidet, und kein Abzeichen an seinem Mantel ließ erkennen, zu welchem Haus er gehörte. Bewaffnet war er wie Dîrmor mit Schwert und Bogen. Sie verabschiedeten sich von Ivorwen und Groin und gingen nach draußen. Während Arwen noch kurz mit Groin sprach, nahm Dîrmor das Schwert Aranwes mit und verbarg es in der Hülle an seinem Sattel, in der sonst sein Schwert steckte.

Arwen und Aerina gaben das Zeichen zum Aufbruch, die Männer saßen auf und die Gruppe machte sich auf den Weg. In gezügelter Gangart ging es durch das Tal und die Zwergenstadt, doch kaum hatten sie das Äußere Tor passiert, als die Pferde angetrieben wurden. Die Pferde waren erholt und ausdauernd, wenn sie nur rasten würden, um sie mit Futter und Wasser zu versorgen, könnten sie Dol Banred in vier Tagen erreichen.


Gilmor zuckte zusammen, als der Pfeil neben ihm in die Holzplanken schlug. Doch im gleichen Moment riss er sein Schwert aus der Lederscheide. Deor reagierte sogar noch einen Tick schneller, er rannte zur Seite und läutete die Schiffsglocke. Panik brach aus, die Pellendur unter Kontrolle halten wollte.

Von der Klippe über ihnen wurden immer wieder Flammenpfeile auf die Taluga abgefeuert. Gilmor schaute nach oben, während Deor sich an einem Beiboot zu schaffen machte. Oben auf der Klippe standen mehrere Krieger mit Langbögen die anscheinend von einem Südländer mit schwarzem Haar angeführt wurden. Gilmor kannte den Krieger nicht, aber das Schwert was er trug war sein eigenes. Das Segel der Taluga ging in diesem Moment in Flammen auf, gewaltige Hitze breitete sich schnell auf dem Schiff aus. Ein Mitglied der Manschaft schrie laut auf als es von einem Pfeil getroffen wurde und tot zusammenbrach.

Pellendur versuchte die Taluga von der Klippe wegzusteuern, wie konnte er nur so dumm sein, und so nah an Land zu ankern. Mit verbissenem Gesicht stand er am Ruder seines Schiffes als ihn ein schwarzgefiederter Pfeil mitten ins Herz traf.

Deor konnte das Boot klarmachen, doch riss die Leine im letzten Moment und das retttende Boot fiel in den Anduin und versank. Deor sprang hinterher, die Taluga war verloren. Gilmor stand als einer der Letzten an Bord des sinkenden Schiffes, er hob seine Waffe zum Gruß an den Südländer, dann folgte er Deor.

Mormagil sah das Feuer zuerst, ihre Begleiterinen schauten erstaunt über den Fluß. Dol Banred war nicht wie üblich im Nebel verborgen, die Insel lag im Delta des Anduin. Noch konnten sie nicht sagen was da brannte. Doch ihnen schwante nichts gutes.

"Wir kommen zu spät " sagte Elfine

"Das wollen wir erst mal sehen, zuerst sollten wir Pellendur aufsuchen und ihm berichten was wir wissen, er muß sein Schiff aus der Gefahrenzone herrausbringen, es ist zu gefährlich geworden in und um Dol Banred," antwortete Mormagil.

Eomyn die den Brand weiter beobachtet hatte unterbrach die beiden:
"Ich glaube dazu ist es zu spät, da unten brennt ein großes Schiff, schau wie es langsam in den Wellen versinkt."

Mormagil schaute genauer hin

"Das ist die Taluga", sagte sie mit gebrochener Stimme, "jetzt erkenne ich sie. Wir kommen zu spät! Ich halte es nicht für sinnvoll diesen Fürsten aufzusuchen, es sei denn wir töten ihn."

Die drei Frauen ritten weiter, um sich eine Möglichkeit zu suchen den Fluß zu überqueren.

Der Noldor schwamm mit letzter Kraft an Land, er lief über einen schmalen Sandstrand. In einem kleinen Kiefernwald ließ er sich nieder und beobachtete den Untergang der Taluga. Kurz nachdem er ins Wasser gesprungen war, hatte er Deor aus den Augen verloren. Doch im Moment war er zu müde um sich Gedanken über den Hauptmann zu machen. Die Zeit im Kerker steckte ihm noch in den Knochen, er brauchte Ruhe.

Doch nach wenigen Minuten wurden seine Gedanken durch Schritte unterbrochen. Leise und vorsichtig zog er das Schwert das er von Pellendur bekommen hatte.

"Ich weiß das ihr hier seid, kommt heraus." hörte Gilmor eine tiefe Männerstimme, er rührte sich nicht.
"Ich bin allein, und ich denke wir haben einiges zu klären. Also verhaltet euch nicht kindisch."

Das ließ Gilmor nicht auf sich sitzen, er versuchte mit festem Schritt aufzustehen und sich seinem Gegner zu stellen, doch sein Knöchel gab nach und so stolperte er mehr als er ging.
Gilmor schaute grimmig nach oben das Schwert in der Hand, es war Der Südländer. Pellendur hatte ihn Rhudar-lûg genannt, er hatte das Zweihandschwert seines Vaters. Er hielt es vor sich mit der Spitze am Boden. Er war so wie er sagte alleine, daß verwunderte Gilmor.

"Was willst du, Mensch? " Gilmor spie das letzte Wort aus.
"Was ich will? Ich will soviel, doch was ich will spielt in diesem Spiel keine Rolle. Ich bin nur ein kleiner Spielstein, genau so wie ihr oder eure Freunde auf der Taluga. "

Gimor starrte ihn an

"Ja da schaust du, eure Flucht hat ausgesprochen gut geklapt alles so reibungslos, nicht war? Ihr Narren habt uns direkt zu Pellendur und seinen Rebellen geführt."

Die Knöchel an Gilmors Waffenhand färbten sich weiß

"Ganz nach Plan und da sagt man immer Elben wären so weise, naja ist wohl ein Irrglaube. Ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass ihr immer weniger werdet. Ihr werdet überschätzt."

Gilmor griff ohne Vorwarnung an, mit drei Schritten war er bei bei seinem Gegner. Doch dieser war ein hervoragender Kämpfer und er hatte eine ausgezeichnete Waffe. Mit Leichtigkeit parierte er die ersten Schläge. Als Gilmor merkte, dass Rhudar-lûg mit ihm spielte, wurde aus seinem Zorn kalte Wut, er zog sich einige Schritte zurück und musterte seinen Gegner. Er trug eine Lederrüstung die ihm viel Bewegungsfreiheit gewährte, sowie noch ein Kurzschwert an der linken Seite. Ein boshaftes Lächeln lag auf seinem Gesicht.

"Darauf hab ich mich schon lange gefreut, zu sehen wer der bessere ist."

Gilmor verkniff sich eine Antwort, wieder hob er sein Schwert. Er besann sich auf alles was er je über den Schwerttanz, die Kampftechnik seinen Vaters, gelernt hatte. Er fing an, seinen Gegner zu umrunden. Die Waffe immer nach unten haltend. Rhudar-lûg bewegte sich nicht, sein Atem ging gleichmäßig, keine Anzeichen von Schwäche. Als Gilmor den Südländer halb umrundet hatte griff er wieder an, doch sein Schlag wurde abgefangen. Wieder Ruhe, Abwarten.

"Wo hast du so kämpfen gelernt, Barbar?" Gilmor versuchte nun seinerseits den Menschen zu reizen.
"Nicht nur ihr Elben versteht mit der Waffe umzugehen."

Diesmal war er es der zuerst angriff, er schlug mehrere Male auf Gilmor ein, der Schwierigkeiten hatte auszuweichen. Die letzen beiden Schläge parierte er, die Kraft der Schläge ließ ihn zurücktaumeln. Als Rhudar-lûg dies sah, zog er sich zurück und hielt seine Klinge gesenkt.

"Ich bitte um Verzeihung, ich habe unehrenhaft gehandelt. Ihr seid geschwächt, und so habe ich einen Vorteil den ich nicht will. Wenn wir uns das nächste Mal treffen werden wir sehen wer der bessere ist. Unter gleichen Bedingungen."
"Ich verstehe nicht", sagte Gilmor
"Langsam, langsam." Der Südländer höhnte. "Lasst euch gesagt sein, dass ich ein ehrenhafter Mann bin, meine Familie hat eine lange Ahnenreihe und unter ihnen sind viele Krieger. Ich werde nicht mein und ihr Erbe mit einem unehrenhaften Kampf besudeln. Gehabt euch wohl."

Er verbeugte sich drehte sich um und ging davon. Gilmor war zu verwirrt um zu reagieren.

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Die Türe des Kerkers öffnete sich, vier Bewaffnete betraten schnell den Raum. Ihre Speere hielten Falcon und seinen Mitgefangenen in Schach. Dann betrat ein großer Ork, ein Uruk, die Zelle. Aufrecht stand er vor dem Silvan, der seine Abscheu vor diesem Wesen nicht verbergen konnte. Er hielt ein Schlüsselbund in den Klauen.

"Heute ist dein großer Tag, kleiner dreckiger Wurm" Der Uruk grunzte mehr, als dass er sprach.
"Die Herrin wird dir schon zeigen, wie leicht sich deine Haut abschälen läßt, aber zuerst werden wir dir alle Nägel ausziehen. Harhar, das wird ein Spass werden."
Falcon spie ihm ins Gesicht, der Uruk wollte ihn schlagen.
"Krîr r´ pakên dyr vâdôkan snaga."

Falcons Stimme hatte sich verändert, sie klang hart und düster. Der Ork hielt den Schlag zurück.
"Woher kennst du meine Sprache? Rede!"
Er zog ein langes Messer um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.
"Warum sollte ich dir das sagen, du wirst noch schnell genug rausfinden wer dein wahrer Meister ist und dann wird er dich in den Zâjar parfund mitnehmen, den ich bin Gûl-Sâkaftor."

Der Uruk ließ Schlüsselbund und Messer fallen, schnell schickte er die Wachen raus, sie sollten seine Leute wegschicken. Voller Angst und Demut kam er in die Zelle zurück.
"Ihr werdet mich nicht melden nicht wahr? Ich konnte nicht wissen wer ihr seid! Bitte, ich werde alles tun was ihr sagt."
Der Uruk öffnete die Ketten von Falcon, dann zog er sich schnell zurück. Der Silvan richtete sich auf, schaute zu seinem Mitgefangenen, der ihn sehr mißtrauisch ansah
.
"Snaga, wo sind die anderen Golog ? "
"Es ist nur noch der da hier, Gûl-Sâkaftor." Er zeigte auf Waldkater der in der hinteren Ecke saß.
"Was ist mit denen die mit mir hierher kamen, rede!."
"Es wurde mir nicht gesagt, doch einer konnte entkommen, er tötete einen Mann und floh. Der andere ist tot."

Falcon wurde bleich, einer seiner Freunde tot, das konnte nicht sein. Schon wieder hatte er versagt, er konnte seinen Herrn nicht beschützen. Wut überkam ihn, mit bloßen Händen ging er auf den viel kräftigern Uruk los, dieser wich immer mehr zurück und warf sich winselnd zu boden.
"Ich habe ihn nicht getötet, Herr. Nein der arme Galôg war es nicht. Es waren die Kûlkador, ich war es nicht, aber ich kann euch führen, ja das kann ich, bin guter Führer."

Falcon hielt inne, der Geifer troff dem Uruk aus dem Maul.

Gilmor wußte das er auf sich alleine gestellt war und so keine Hoffnug hatte, überhaupt etwas auszurichten. Nach kurzer Überlegung griff er nach seinem Schwert und ging in nördliche Richtung. Wenn sein Glück ihn nicht ganz verlassen hatte, mußte noch ein kleines Boot in einer geheimen Höhle liegen, das er immer benutze, um ungesehen von der Insel zu verschwinden.

Das Glück hatte ihn noch nicht ganz verlassen, er fand das Boot da wo er es vor Monaten angebunden hatte. Das Boot war nicht sehr groß hatte aber ein kleines Segel, auch lag noch ein Rucksack mit Kleidung in ihm. Er fühlte sich direkt besser als er neue Kleider anlegte. Leider waren keine Waffen im Boot.

Sein Plan war, nach Ithilien zu fahren; dort hatte er Freunde, sie würden ihm helfen.

"Ich dachte mir, dass ich euch hier finde."

Gilmor zuckte zusammen, doch schnell entspannte er sich. Bregolas der Rote trat aus dem Schatten, er sah müde und abgekämpft aus.

"Viel Leid und Unrecht ist geschehen, dunkler Stern."
"Und niemand half mir es zu verhindern." Gilmors Stimme klang anklagend. "Wo seid ihr gewesen, als Deor angegriffen wurde? Wo ward ihr als man uns gefangennahm oder wo ward ihr als die Taluga mit so vielen treuen Seelen unterging? Wo war da der große Bregolas? Wo?"

Die letzten Worte hatte er geschrien.

"Ich muß euch vieles erklären, und dafür haben wir auf unsere Reise Zeit ."
"Unsere Reise? Ich wüßte nicht das wir..."
"Doch das werden wir, noch besteht Hoffnung. Hilfe ist unterwegs und noch leben eure Freunde. Doch müssen wir uns sputen."

Er bestieg das Boot, wobei er darauf achtete, sich nicht die Robe nass zu machen, setzte sich Gilmor gegenüber und lächelte ihn freundlich an.

"Ruht euch aus, ich kenne den Weg."

**

Ecthelion schaute sich voll abscheu, aber auch Verwunderung um. Er wußte dass er in seinem Kerker gewesen war, doch diese Kammern hatte er noch nie gesehen. Sie waren prunkvoll eingerichtet, er hatte viele Türen gesehen, als die Wachen ihn durch die Gänge geführt hatten, immer Tiefer unter die Erde. Die meisten Gänge waren nur grob bearbeitet, aber es gab auch trockene und gemauerte Gänge, überall hingen Fackeln. Doch seit einigen Minuten hatte sich auch etwas verändert, die Gangwände waren aus Stein, gewachsener Stein, sie kamen durch kleinere Kammern die natürlichen Ursprungs waren, von den Decken hingen Schalen mit Feuer. Doch ihm blieb nicht viel Zeit sich umzusehen, die Wachen trieben ihn weiter.

Seine Kräfte kehrten langsam zurück, das merkte der Fürst. Doch konnte er sich nicht vorstellen wieso, bis er die gewaltige Türe sah, vor die er gebracht wurde. Sein Blick wurde traurig als er Sie sah. Lange hatte er nicht mehr an sie gedacht, sein Geist wandelte in grünen Gärten und sein Herz war froh als er sie sah. Das Zerren an seinen Ketten holte ihn aus seinen Träumen zurück.
Eine Frau stand vor ihm, sie war kleiner als er, doch strahlte sie eine ungeheure Macht aus. Neben ihr standen zwei Männer mit schweren Lederrüstungen und Krummsäbeln. Doch Ecthelions Blick war von dieser Schönheit gefangen, sie trug das Zeichen des Drachen. Er hatte es bei einigen Orks im Tal gesehen, was ging hier vor?

"Ich bin Nithil-Lômi."
"Und?"

Ecthelion war nicht beeindruckt, zumindest zeigte er es nicht. Was eindeutig ein Fehler war. Eine der Wachen schlug ihn hart, so dass er auf die Knie ging. Doch der Schmerz war nur kurz, seine Macht war wieder mit ihm.

"Ich biete dir an, wieder über deine Stadt zu herschen, was sagst du dazu?"

Der Fürst schaute sie ungläubig an.

**

Es war fast ein Tag vergangen, seit Dîrmor und Arwen das Tal wieder verlassen hatten, als endlich auch Raul und Merles die Tore Marab-Dums erreichten. Sie ließen ihre Pferde außerhalb es Tales zurück und begaben sich direkt zum Turm von Gil-Esgal. Unterwegs hörten sie schon einiges über die Ereignisse im Tal seit ihrem Aufbruch. Raul war wütend.

"Warum sind sie alleine los? Sie hätte ihre eigenen Wachen mitnehmen sollen."

Am Turm angekommen brachte einer der Dienstboten sie zu Ivorwen. Sie saß mit Groin im Besprechungszimmer und schien auf die beiden gewartet zu haben. Merles und Raul verneigten sich und sahen fragend von einem zum anderen.

"Ich grüße euch,... Raul,... Merles. Frau Arwen konnte leider nicht auf eure Ankunft hier warten, die Zeit drängte. Aber sie hat eine Nachricht für euch hinterlassen, hier."

Ivorwen gab den beiden ein Pergament, das Arwen ihr für die beiden da gelassen hatte. Raul las es und gab es dann schweigend an Merles weiter. Auch der schwieg nachdem er es gelesen hatte. Sie sahen Ivorwen und Groin an, was sollten sie davon halten?

**

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25.11.2012 13:29 Falcon ist offline E-Mail an Falcon senden Beiträge von Falcon suchen Nehmen Sie Falcon in Ihre Freundesliste auf
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Ihre Schritte waren kaum zu hören, lautlos näherte sie sich ihrer Tochter. Ecthelion sah sie, sie war noch ein wenig kleiner als die Frau die vor ihm stand und ihm gerade seine Stadt anbot. Ihre Schönheit war unnatürlich, nicht menschlich. Da war etwas anderes, das sie so erstrahlen ließ. Ecthelion senkte den Blick, er wollte nicht dass ein Zauber ihn traf.

"Was machst du hier, Tochter?"

Erschrocken fuhr sie herum, auch ihr Blick senkte sich sofort als sie Kali-Lômi sah.

"Du sagtes ich soll ihn herbringen lassen." versuchte sie sich zu verteidigen.
"Ich sagte du sollst dich um diesen Paladin kümmern, nicht um diesen hier, das ist mein Vergnügen, nicht deines. Was ist mit den Opfervorbereitungen? Dein Bruder hat gemeldet, dass alle Rebellen tot sind, einschließlich Gilmor. Bleibt uns also nur noch die Opferung und das ist deine Aufgabe."

Ecthelion nahm das Gesagte mit äußerlicher Rruhe hin, doch innerlich zerbrach etwas in ihm. Gilmor war sein bester Freund gewesen; er konnte, nein er wollte nicht glauben, was er gerade gehört hatte.

"Nein!", schrie er und sprang auf ,"das habt ihr nicht getan."

Eine Weißglut trieb ihn jetzt an, die er vor vielen Jahren begraben hatte. Er stieß Nithil-Lômi von sich weg, zog ihr dabei das Messer aus ihrem Gürtel und schleuderte es auf einen der Wächter, der sich schreiend an die Kehle griff bevor er zusammenbrach. Der zweite Mann zog sein Schwert und wollte auf ihn einschlagen, doch eine geschickte Rolle brachte ihn direkt unter ihn, ein kräftiger Tritt in die Weichteile des Mannes ließ den zusammenbrechen. Ecthelion fing das Schwert auf und richtete sich auf. Kali-Lômi rannte schon in ihre Privatgemächer zurück, sie wollte nichts mit diesem Noldo zu tun haben. Doch Nithil-Lômi war nicht so klug, sie holte einen kleinen Stab hervor und zielte damit auf den Fürsten, ein blauer Blitz traf ihn an der linken Schulter, doch davon ließ er sich nicht aufhalten, noch drei Schritte bis zu dieser Hexe. Wieder entlud sich der Zauberstab und traf ihn. Mit zusammengebissenen Zähnen schlug er auf Nithil-Lômi ein und traf sie am Waffenarm, da sie sich gerade noch wegduckte und ihren Arm zur Verteidigung hochriss. Blut spritze dem Fürsten entgegen.

Gerade noch im letzten Moment errinerte er sich an die zweite Wache, die sich von seinem Tritt erholt hatte und jetzt versuchte seine Herrin zu beschützen. Das Schwert seines toten Kamaraden schwingend griff er an. Eine kurze Finte des Fürsten, ein, zwei Schläge und der Wächter brach tot zusammen. Doch diese Zeit hatte Nithil-Lômi genutzt. Sie versuchte vor dem Noldo zu fliehen. Wo war ihre Mutter? Das waren ihre letzten Gedanken bevor sie mit der Klinge im Rücken zusammenbrach die Fürst Echtelion, Herrscher von Dol Banred, geworfen hatte.

**

Der Uruk führte die beiden Elben in die Gänge, auf halben Weg kamen ihnen ein Trupp einfacher Orks entgegen. Der Uruk redetete schnell mit ihnen, dann schlossen sie sich dem seltsamen Trupp an.
"Ich weiß nicht wer du bist, dass du Macht über sie hast. Ich will es auch nicht wissen, aber auf diesem Weg geht es nicht hier raus!", sagte Waldkater.
"Ich weiß, wir müßen noch einen Freund finden."

Die Orks führten Falcon und Waldkater durch Nebengänge, so begegneten sie den Menschenwachen nicht.

Ecthelion schaute sich um, er hatte überreagiert. Drei Tote lagen vor ihm. Und in den hinteren Räumen hörte er wie die Priesterin nach Hilfe schrie. Er zog das Schwert aus der toten Frau, nahm den Stab an sich und lief durch die Türe aus der Kammer hinaus, doch kam er nicht weit. Eine kleine Truppe Südländer kahm auf ihn zugerannt, mit gezogenen Waffen.
"Zu viele!", murmelte er.

Mit erhobener Waffe wartete er auf seinen Tod, er wollte noch so viele wie möglich mitnehmen. Die ersten Schläge blockte er ohne Probleme ab, es waren schlechte Krieger, die gegen ihn kämpften, er schöpfte neue Hoffnung, als der Erste unter seiner Klinge starb. Doch dann sah er aus dem Augenwinkel wie einer seinen Bogen auf ihn anlegte. Er erwartete den Todesschuß, doch dieser blieb aus.

Aus einem Nebengang drangen Orkstimmen und plötzlich fielen sie über die Südländer her. Ein wilder Kampf entwickelte sich im Hauptgang.

"Hier Fürst!" Falcon winkte Ecthelion, der ihn verwirrt anschaute, in den Nebengang. Doch nach einigen Augenblicken folgte er seinem Herold.

**

Bregolas und Gilmor erreichten Ihilien zwei Tage später, sie hatten den Fluß nur kurz verlassen um auf Cair Andros haltzumachen, der Zauberer hatte etwas aus seinem Heim geholt. Gilmor hatte auf Wunsch des Zaubereres im Boot gewartet. Zwei Stunden später war er mit einem großen Paket wiedergekommen, ohne eine Erklärung abzugeben. Sie hatten die Leinen gelöst und waren richtung Norden gerudert.

"Wir werden nicht lange bei Gwindhen bleiben " sagte Gilmor "Ich brauche ein wenig Ruhe, dieser Südländer ist ein sehr geschickter Krieger; auch soll er sich mal meinen Fuß ansehen."
"Gibt es sonst noch Gründe, warum wir Dol Banred verlassen haben? fragte Bregolas.

Gilmor schaute ihn verwirrt an, dann antwortete er leise.

"Es gab mal einen Grund, doch das ist lange her und vergessen" ein lächeln legte sich auf sein Gesicht als er an glücklichere Tage dachte.

Sie erreichten die kleine Siedlung am frühen Abend, es lebten hauptsächlich Menschen hier. Siedler aus Lebennin, Holzfäller und Fallensteller aus Anorien. Auch einige Silvan-Elben aus dem Grünwald lebten hier. Darunter auch Gwindhen, der Freund Gilmors.

Gwindhen war ein kleiner Elb, kaum größer als 1.60, doch mit großer Weisheit.
Bregolas hielt sich zurück, als Gilmor seinen alten Freund begrüßte. Gwindhen verhielt sich recht kühl, kein Zeichen von äußerlicher Freude. Er führte die beiden ohne viele Worte in sein Haus, ein einfaches Steinhaus mit kleinem Garten. In dem aber, wie Bregolas feststellte, so mansches Heilkraut gedieh.

Im Inneren des Hauses war es recht gemütlich eingerichtet. Eine Elbin bereitete ihnen Tee und wartete ihnen auf.

"Und nun, Gilmor welches Problem hast du diesmal, dass du dich noch mal hier blicken läßt, nach all den Jahren wo wir nichts von dir hörten."

Gilmor wollte erwidern, wie beschäftigt er gewesen war in all den Jahren, doch er hielt sich zurück. Stattdessen erzählte er die Geschichte von Lindan Sato und von den Folgen ihrer Jagd.

Der Morgen graute, als er endete.

**

Das Schweigen lag drückend über dem Raum. In Merles Gesicht standen Enttäuschung und Trauer. Raul war es, der schließlich die Stille brach.

"Was hat das zu bedeuten? Wieso sollen wir gehen?"
"Was meint ihr?" Ivorwen schwieg, es war Groin, dir ihm antwortete.
"Heisst das, dass ich das Tal verlassen muss?" Merles sah traurig von einem zum anderen. "Muss ich gehen, weil ich Frau Arwen nicht sagen konnte, was mich in diese Gegend geführt hat?"
"Nein, Meister Wiesenhang, ihr müsst das Tal nicht verlassen."

Ivorwen lächelte, sie mochte den Halbling ebenso wie Arwen ihn mochte. Auch wenn er sich über seine Vergangenheit ausschwieg. Es war nicht zu übersehen, wie er jeder Frage danach auswich.

"Arwen hat euch erlaubt im Tal zu bleiben. Eure Vergangenheit bleibt eure Sache, niemand wird danach fragen. Davon zu berichten oder nicht bleibt alleine eure Sache."
"Was bedeutet diese Nachricht dann? Warum werden wir fortgeschickt?"

"Ihr werdet nicht fortgeschickt. Frau Arwen bittet euch, die Suche nach Fundin fortzusetzen. Sie selber kann es nicht, da sie nach Dol Banred gerufen wurde. Von ihren Elbenwächtern kann keiner gehen, Fundin würde sie vermutlich nicht in seine Nähe lassen. Daher werden euch Gal-tur und zwei meiner Zwerge begleiten. Ausrüstung für euch habe ich schon vorbereiten lassen, auch frische Pferde stehen bereit. Wenn ihr euch etwas ausgeruht habt, könnt ihr jederzeit aufbrechen."

"Und einer der Hunde meines Bruders wird euch begleiten, Merles."

Ein verschämtes Lächeln huschte über das Gesicht des Hobbits. Er hätte nie gedacht, dass dieser unnahbare Elb bemerkt hatte, wie gern er den Hund hatte. Zusammen mit Raul verließ er nach einer Verneigung den Raum. Die beiden begaben sich direkt zu ihren Unterkünften, packten ihre Sachen und begaben sich nach Marab-Dum, um sich dort mit Gal-tur und den beiden anderen Zwergen zu treffen. Die Sonne ging schon unter, also beschlossen sie, die Nacht abzuwarten und am nächsten Tag mit den ersten Strahlen der Sonne aufzubrechen.

**

Immer tiefer gingen sie, das Gefühl erdrückt zu werden war für die drei Elben unerträglich, nur Waldkater hatte eine Fackel mitgenommen um ihnen den Weg zu leuchten. Hinter ihnen war noch nichtz zu hören, der Gang viel unmerklich nach unten ab. Sie wußten nicht wie lange sie liefen, doch plötzlich blieb Falcon stehen.

"Habt ihr das Gehört?" Fragte er seine beiden Begleiter
"Das einzige was ich höre seid Stunden sind unsere Schritte." antworte der Fürst.
"Vor uns muß Wasser sein, jetzt höre ich es auch" sagte Waldkater.

Sie folgten dem Tunnel, nach einiger Zeit verbreitete sich der Gang und sie kamen in eine weite Höhle. Ein unterirdischer See erstreckte sich vor ihnen, ein unheimliches grünes Leuchten ging vom Wasser aus und wurde tausendfach in Kristallen an den Wänden und der Decke widergespiegelt. Alle drei standen da und staunten über diese Schönheit, von der selbst der Fürst nichts wußte.

"Ich hoffe, dass hier ein Ausgang zu finden ist, wir sollten versuchen, den See zu umrunden, vieleicht ist auf der anderen Seite ein Tunnel."

Gerade als sie losgehen wollten hörten sie diese Stimme, ein wunderschöner Gesang der von einer kleinen Insel von der Mitte des Sees zu ihnen herüber getragen wurde.

"Wer singt hier? " fragte Ecthelion, der sich langsam über gar nichts mehr wunderte. Falcon und Waldkater wußten darauf keine Antwort.
"Das ist eine uralte Art des Sindarin, lange, sehr lange habe ich es nicht mehr in so einer reinen Form vernommen, leider kann ich es nicht übersetzen" Waldkater lauschte auf das Lied," ein Lied über die Sterne, soviel kann ich sagen"
"Das nützt uns momentan recht wenig, wir müssen hier raus" sagte der Fürst.
"Das sehe ich anders; vielleicht kann der Sänger uns helfen"
"Falcon dann schwimm hinüber und frag " der Fürst war gereizt, wieso hatte er nie diese Höhlen erforscht.

Der Sänger schaute in seine Schale vor sich, in ihr sah er die drei Elben, so deutlich als wenn sie vor ihm stünden. Endlich war er gekommen, nach all den Jahren. Seine Augen strahlten und ein breites Lächeln machte sich auf seinem dunklen Gesicht breit. Seine Pläne nahmen immer mehr Gestalt an. Rhenshor war zufrieden mit sich.

**
Vor vielen Jahren:

Er hasste sich dafür das er hier war, hier in der Brutstätte des Bösen. Jede Minute, die er hier verbrachte, brachte ihn seinem Verderben ein Stück näher.

Lange Jahre hatte er damit verbracht den Dunklen Herrscher zu bekämpfen, seine Pläne zu vereiteln. Sein Name war unter seinen Feinden bekannt, Furcht machte sich unter den Orks und Menschen breit, wenn sie ihn hörten. Er lächelte, als er daran dachte wie ihn die Diener des Feindes nannten: Gûl- Sâkaftor hieß er in der dunklen Sprache. Der Geisterfalke.

Sein Weg führte ihn zu den Gemächern seines neuen Mentors, ein Avari der ebenfals Khamul dem Ostling diente.

Rhenshor erwartete ihn bereits, sein Gemach war geschmackvoll eingerichtet, es hatte sogar ein Fenster, welches verborgen in der Wand lag, durch das man einen großen Teil des Düsterwaldes überblicken konnte. In einem großen Kamin brannte ein warmes Feuer.

"Tritt näher mein Freund, große Dinge tun sich und wir sind ausgewählt daran teilzunehmen." Der Avari schritt mit großen Schritten durch den Raum, in einer Hand hielt er ein gefülltes Weinglas mit der anderen schwang er einen kurzen Holzstab vor sich her.

"Unser Herr bereitet eine Reise vor, und wir sollen die Wegbereiter sein, wir beide. Kannst du dir das vorstellen, wir haben die Möglichkeit, unsere Pläne in die Tat umzusetzen, nach all den Jahren des Wartens. All der Jahre der Ungerechtigkeit, unsere Feinde sollten sich in acht nehmen, den Gûl- Sâkaftor wird über sie kommen und sie vernichten. Endlich werden wir diese selbsternannten Herren des Westens ins Meer zurücktreiben aus dem sie gekommen sind. Und diesmal wird es endgültig sein."

Gûl- Sâkaftor hörte ihm schweigend zu, er hasste sich.

Die beiden verließen Sarn Goriwing am frühen morgen. Der Nebel lag über den Bäumen des Waldes. Doch schon so früh war es warm, unerträglich warm und stickig, das Atmen fiel ihnen schon nach wenigen Schritten schwer und heißer Schweiß lief ihnen übers Gesicht. Sie hatten alles dabei was sie brauchten für eine lange und gefahrvolle Reise. Ihre Reise würde sie einige Tage durch den Wald führen, bis sie den Carrock vor sich hätten, dort wollten sie den Anduin überqueren um Pferde von den Menschen in Maethelburg zu kaufen, es waren die besten Pferde der Gegend, und gute Pferde brauchten sie für ihre Reise in den Süden. Gûl- Sâkaftor schritt mit versteinertem Gesicht neben Rhenshor her, alles war so schnell gegangen. Die ganze Planung hatte er übernommen, alles war schon beschlossene Sache, er hatte gar keinen Einfluß mehr auf das Geschehen.

Ihre Aufgabe lag im Süden das war ihm klar, doch ob die ihre Vorgehensweise die Richtige war, war ihm noch nicht klar. Doch Rhenshor war ein begnadeter Redner, er wußte, wie er seinen Silvan bei Laune hielt.

Er hatte ihm versprochen, das sich die Mörder seiner Frau im Süden aufhielten, er hatte ihm Berichte von Spionen gegeben, in denen alles aufgeführt war.

Gûl- Sâkaftor würde seine Rache schon bekommen, egal wie.

Seine geliebte Frau, wie sehr er ihre unbeschwerte Art vermisste, ihr Lachen war wie der Gesang der Nachtigall die Mörder seiner Aerina würden grausam dafür büßen das sie, sie ihm genommen hatten.

**

Gwindhen stand auf, um einige Samenkörner auf das Fensterbrett zu streuen, wenige Augenblicke später ließen sich einige kleine Vögel vor ihm nieder. Als er sich umdrehte und den beiden zuwandte, war sein Gesicht sehr ernst.

"Dich kann man nie alleine lassen, was? " Die Frage war an Gilmor gerichtet.
"Das Lied holt uns halt immer wieder ein "
"Du hast Recht, niemand von uns kann seinem Schicksal entgehen, auch dein Fürst nicht. Lange ist es her, seit er hier war. Glückliche Tage haben wir verbracht, und viele Geschichten ausgetauscht. Es betrübt mich zu hören, dass er gefangengenommen wurde, doch sag, wie soll ich dir Helfen?"
"Ein wenig Ruhe und Heilung, das ist alles was ich brauche."
"Beides sind Dinge die ich dir normalerweise nicht abschlagen würde, doch die Zeit drängt. Dein Fürst könnte schon in den Hallen von Mandos sein. Du mußt gehen, so leid es mir tut. Doch ich werde dir Lorwen mitgeben, sie ist eine fähige Heilerin, nicht so fähig wie ich, doch sie wird euch von Nutzen sein. Und denke daran, Gilmor, bringe sie mir in einem Stück wieder. Sie ist die Tochter eines lieben Freundes."

Bregolas hatte schweigend neben den beiden Elben gesessen, doch jetzt sprach er.

"Und damit deine Aufgabe etwas leichter wird, solltest du dies hier nutzen."

Er holte das Packet hervor das er auf Cair Andros geholt hatte. Als er das Tuch beiseite legte und der Inhalt offenbart wurde, staunten beide Elben nicht schlecht. Eine Zweihandwaffe aus einem blauschimmernden Kristall mit einem Griff aus Eog, der einem Elbenschädel nachempfunden war.

"Das ist eine herrliche Waffe " staunte Gilmor"
"Behandle sie gut und gib sie mir wieder wenn du sie nicht mehr brauchst, denn dies ist Sulhelka, die legendäre Waffe von Celebrimbor dem Schmied, sie wird dir gute Dienste leisten."

**

"Wir haben keine Möglichkeit den Sänger zu erreichen, wir sollten schauen, dass wir ungesehen einen Ausgang finden aus diesen Tunneln." Falcon und Ecthelion schauten Waldkater an, dann gab der Fürst ihm recht.

"Du hast sicherlich recht mit dem was du sagst."

Ein letzter Blick auf den See ließ sie noch einmal innehalten, dann gingen sie los.

Rhenshor konnte es nicht fassen, sie gingen. Sein Zaubergesang hatte bisher noch jeden gefangen, wieso nicht diese drei. Aus einer kleinen versteckten Bucht holte er ein Floss, nachdem die Elben außer Sicht waren. Es wurde Zeit, dass er in die Geschehnisse eingriff.

**

Elatar saß alleine in der Ratshalle, seine Gedanken kreisten um die Nachrichten, die er in den letztemit diesem Deor; nichtsahnend hatte er diesen Rhudar-lûg zum Versteck der Rebellen geführt. Er hatte diesen arroganten Elben noch nie leiden können, ebenso wenig wie diesen Ecthelion und seinen Herold. Emporkömmlinge! Ihm hatte dieses Fürstentum zugestanden und nicht dem Sohn eines Holzfällers und einer Schneiderin.

Doch das hatte er geändert. Seit diese alte Frau mit dem Schwert und dem Brief seines Bruders in der Stadt erschienen war, hatte er endlich die Möglichkeit gehabt, sich das zu nehmen, was ihm als Nachfahren Númenors zustand. Wenn dieser Ecthelion seinen Bruder nicht auf diese unsinnige Reise geschickt hätte, würde er noch leben. Er lächelte finster in sich hinein. Dieser Möchtegernfürst würde dafür bezahlen. Ob es ihm wohl ihm seinem eigenen Kerker gefiel?

Die Priesterin der Südländer würde ihn langsam und schmerzvoll vom Leben zum Tod bringen, auch sie wollte Rache, Rache für ihren jüngsten Sohn. Heute war einer ihrer hohen Feiertage, sie würden dem Herrscher der Welt ein Opfer bringen, ein blutiges Opfer. Und wenn dieser Diener Elbereths sein Leben ausgehaucht hatte, würde er mit Nithil-Lômi vermählt werden. Dann wäre sein Bündnis mit der mächtigen Familie Lûg unwiderruflich, ihre Macht und ihr Vermögen stünden ihm zur Verfügung, um sein Fürstentum zu sichern.

Die Tür zum Ratssaal wurde mit einem lauten Knall aufgestoßen und riss ihn aus seine Gedanken. Kali-Lômi betrat den Raum und hinter ihr wurde die Tür wieder geschlossen. Elatar erhob sich um sie zu begrüßen, doch konnte er ihrem Blick nicht lange standhalten.

"Was führt euh zu mir, Hohe Priesterin des Hauses Lûg?"
"Es wird keine Vermählung geben."
"Waas? Das war Teil unserer Abmachung! Was fällt euch ein die zu ändern?"
"Schweigt! Nicht ich habe sie geändert."

Obwohl sie über einen Kopf kleiner war als er, erschien sie plötzlich groß und noch eindrucksvoller als sonst schon. Es war als ob sie sich einen Mantel der Macht überwerfen würde. Elatar senkte den Blick.

"Was ist geschehen?"
"Dieser Elb, der alte Fürst, er ist geflohen und hat meine Tochter getötet. Und auch er andere, der für die Zeremonie bestimmt war, ist mit ihm verschwunden."
"Wie konntet ihr..."
"Wie konnte ich was?" Ihre Stimme war gefährlich leise geworden.
"Was tun wir jetzt? Niemand darf erfahren, dass sie noch leben! Wir sollten Bregond auf sie ansetzen, er hat Erfahrung mit..."
"Überlasst das mir! Kümmert ihr euch um die Stadt und die Einwohner, alles andere ist meine Sache. Meine Söhne werden sich um die Flüchtlinge kümmern... und um alle Mitwisser, die uns gefährlich werden könnten."
"Aber..."
"Kein ABER... tut was ich sage!"

Kali-Lômi ließ ihn ohne ein weiteres Wort stehen und verschwand aus dem Ratssaal. Für eine kurzen Moment fragte Elatar sich, ob es klug gewesen war, sich mit ihrer Familie einzulassen. Doch er konnte jetzt nicht mehr zurück, und er wollte es auch nicht. Die Macht die er erlangt hatte, würde er freiwillig nicht wieder aufgeben.n Stunden erhalten hatte. Gilmor war aus dem Kerker geflohen, zusammen mit diesem Deor; nichtsahnend hatte er diesen Rhudar-lûg zum Versteck der Rebellen geführt. Er hatte diesen arroganten Elben noch nie leiden können, ebenso wenig wie diesen Ecthelion und seinen Herold. Emporkömmlinge! Ihm hatte dieses Fürstentum zugestanden und nicht dem Sohn eines Holzfällers und einer Schneiderin.

Doch das hatte er geändert. Seit diese alte Frau mit dem Schwert und dem Brief seines Bruders in der Stadt erschienen war, hatte er endlich die Möglichkeit gehabt, sich das zu nehmen, was ihm als Nachfahren Númenors zustand. Wenn dieser Ecthelion seinen Bruder nicht auf diese unsinnige Reise geschickt hätte, würde er noch leben. Er lächelte finster in sich hinein. Dieser Möchtegernfürst würde dafür bezahlen. Ob es ihm wohl ihm seinem eigenen Kerker gefiel?

Die Priesterin der Südländer würde ihn langsam und schmerzvoll vom Leben zum Tod bringen, auch sie wollte Rache, Rache für ihren jüngsten Sohn. Heute war einer ihrer hohen Feiertage, sie würden dem Herrscher der Welt ein Opfer bringen, ein blutiges Opfer. Und wenn dieser Diener Elbereths sein Leben ausgehaucht hatte, würde er mit Nithil-Lômi vermählt werden. Dann wäre sein Bündnis mit der mächtigen Familie Lûg unwiderruflich, ihre Macht und ihr Vermögen stünden ihm zur Verfügung, um sein Fürstentum zu sichern.

Die Tür zum Ratssaal wurde mit einem lauten Knall aufgestoßen und riss ihn aus seine Gedanken. Kali-Lômi betrat den Raum und hinter ihr wurde die Tür wieder geschlossen. Elatar erhob sich um sie zu begrüßen, doch konnte er ihrem Blick nicht lange standhalten.

"Was führt euh zu mir, Hohe Priesterin des Hauses Lûg?"
"Es wird keine Vermählung geben."
"Waas? Das war Teil unserer Abmachung! Was fällt euch ein die zu ändern?"
"Schweigt! Nicht ich habe sie geändert."

Obwohl sie über einen Kopf kleiner war als er, erschien sie plötzlich groß und noch eindrucksvoller als sonst schon. Es war als ob sie sich einen Mantel der Macht überwerfen würde. Elatar senkte den Blick.

"Was ist geschehen?"
"Dieser Elb, der alte Fürst, er ist geflohen und hat meine Tochter getötet. Und auch er andere, der für die Zeremonie bestimmt war, ist mit ihm verschwunden."
"Wie konntet ihr..."
"Wie konnte ich was?" Ihre Stimme war gefährlich leise geworden.
"Was tun wir jetzt? Niemand darf erfahren, dass sie noch leben! Wir sollten Bregond auf sie ansetzen, er hat Erfahrung mit..."
"Überlasst das mir! Kümmert ihr euch um die Stadt und die Einwohner, alles andere ist meine Sache. Meine Söhne werden sich um die Flüchtlinge kümmern... und um alle Mitwisser, die uns gefährlich werden könnten."
"Aber..."
"Kein ABER... tut was ich sage!"

Kali-Lômi ließ ihn ohne ein weiteres Wort stehen und verschwand aus dem Ratssaal. Für eine kurzen Moment fragte Elatar sich, ob es klug gewesen war, sich mit ihrer Familie einzulassen. Doch er konnte jetzt nicht mehr zurück, und er wollte es auch nicht. Die Macht die er erlangt hatte, würde er freiwillig nicht wieder aufgeben.

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25.11.2012 13:36 Falcon ist offline E-Mail an Falcon senden Beiträge von Falcon suchen Nehmen Sie Falcon in Ihre Freundesliste auf
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Der Mond stand hoch und klar am Himmel, sie hätten ihren Weg gut finden können. Doch die Pferde von Bregond und Cáveras waren bei weitem nicht so ausdauernd wie die der Elben. Sie brauchten eine längere Rast, um sich zu erholen. Sie hatten die Grenzen Ithiliens in der Dämmerung überschritten. Bregond hatte dem Lauf des Anduin folgen wollen, insgeheim hoffend, dass sie in einer der Siedlungen am Ufer doch noch eine Rast einlegen könnten. Doch dieser Vorschlag war abgelehnt worden. In der augenblicklichen Lage hätte eine Gruppe von über zwanzig bewaffneten Elben zuviel Aufsehen erregt. Das Gerede darüber hätte Dol Banred noch vor ihnen erreicht, und so hatte Bregond zähneknirschend einen Pfad gewählt, der sie abseits jeder Ansiedlung führte.

Während sie rasteten, hielten er und Cáveras sich etwas abseits und beobachteten die Elben. Aerina und ihre Männer waren mit Sicherheit eine ernst zu nehmende Verstärkung für die Rebellen von Dol Banred; die Männer trugen alle Langbogen auf dem Rücken und prächtige Schwerter an der Seite, selbst ihr Herrin war mit einem Langbogen und zwei Elbenmessern bewaffnet. Aber was sie von diesen drei Elben aus dem seltsamen Tal halten sollten, darüber konnten sie sich nicht einig werden.

"Wer ist diese Elbin, Bregond?"
"Ich weiss nur, dass sie die Herrin und Hüterin dieses merkwürdigen Tals ist. Derjenige, der mich zu ihr schickte, war sich sicher, dass sie die Macht hätte, um seinen Freunden zu helfen."
"Welche Macht soll sie haben? Eine waffenlose Frau, die anscheinend nicht gut laufen kann, wenn sie dauernd diesen Stock mit sich herum trägt. Und dann nur zwei Begleiter, wenn sie nicht mehr Hilfe für ihre angeblichen Freunde aufbringen kann... na danke."
"Sie hat die Macht, die ihre Freunde brauchen, da bin ich mir sicher. Ich habe in dem Tal hunderte von Elbenkriegern gesehen, wenn sie nur zwei von ihnen mitnimmt, werden es sicher ausgezeichnete Kämpfer sein. Einen Fehler dürft ihr nie machen, junger Freund: Unterschätzt niemals einen Elben, egal ob Mann oder Frau."
"Um die Elbin mache ich mir keine Sorgen, dann schon eher um diese Aerina. Wenn sie den Umgang mit den Waffen von ihrem Mann gelernt hat..." Er ließ den Satz unvollendet.
"Ihr vergesst den Bogen, den Arwen Rhîwiel auf dem Rücken trägt."
"Nein, den vergesse ich nicht, aber der taugt nur auf Entfernung etwas."
"Ich weiss nicht, was ihr vorhabt, Cáveras. Doch um an sie heran zu kommen, müsst ihr erst an den beiden Elben vorbei, die sie begleiten. Und egal wie gut ihr sein mögt, diese beiden halte ich für die gefährlichsten Gegner von allen in dieser Gruppe."

Die beiden schwiegen, als einer der Elbenwächter zu ihnen kam. Die Pferde hatten sich erholt und sie sollten ihren Weg fortsetzen. Die Gruppe saß auf und machte sich wieder auf den Weg in Richtung Dol Banred.

**

Mormagil, Elfine und Eomyn verließen den Drachen am nächsten Morgen. Torania, die Wirtin, verabschiedete sich mit freundlichen Worten von ihnen. "Es hat sich viel verändert in den letzten Wochen in Dol Banred" sagte Mormagil und zeigte auf die neuen Häuser unten am Hafen.
"Früher lebten Menschen mit Elben und Zwergen hier in Eintracht nebeneinander, schaut euch jetzt mal um."

Betrübt und niedergeschlagen gingen sie weiter, die Menschen von Dol Banred hatten ihren alten Fürsten schnell vergessen, so schien es zumindest. Ihr Weg führte sie zum Palast des Fürsten.

"Überall Soldaten, wie in Kriegszeiten, und nicht wenige tragen das Zeichen des Drachen, wir sollten uns vorsehen"
"Das brauchst du nicht zu betonen Eomyn" sagte Elfine.

"Der Palast."
Als Momagil sprach, ruhte ihre Hand auf dem Griff ihres Schwertes, als sie auf die Torwächter zugingen.

Eomyn ging zum Wachhabenen, nach einigen kurzen Augenblick kahm sie mit einem breiten Grinsen zurück.

"Hattest du Erfolg?"
"Na selbstverständlich, was glaubst du denn, er glaubt, dass wir uns heute abend mit ihm im Drachen treffen."

Mormagil schnaufte nur.
"Ich will mich nicht mit ihnen treffen"
"Na ich bestimmt auch nicht, Elfine" Eomyn lächelte die beiden an. "Lasst uns reingehen, der Fürst erwartet uns."

Fürst Elatar saß schweigend in seiner Ratshalle, die Dinge entwickelten sich ausgesprochen schlecht. Mit der Pristerin war nicht zu spassen. Sie verfügte über sehr viel Macht in Umbar und in ihrer Heimat, dem entfernten Bozishar-dar, wurde ihre Familie schon seit Jahrzehnten vereehrt. Jeden Woche trafen neue Truppen aus dem Süden ein, er verlor die Kontrolle, hatte er sie jemals gehabt? Jetzt wo seine Braut tot war, wozu wurde er noch gebraucht. Er hätte sich nicht mit der Familie Lûg einlassen sollen, doch das half ihm jetzt nicht weiter.

Die alte Helsa betrat den Raum, gebückt vom Alter waren ihre Schritte schwerfällig, ihr weißes Haar reichte fast bis zum Bode

"Herr, ich bringe euch das Schwert eures Vaters. Ich habe die Schriftzeichen auf ihnen gedeutet." Ihre Stimme zitterte.
"Ich habe dich nicht gerufen, Helsa."

Elatar war nicht in der Stimmung sich jetzt mit der Alten über Schwerter und Schriftzeichen zu unterhalten. Er griff zu seinem Weinglas.

"Ihr mich gerufen? Ich glaube kaum das ihr mich je rufen werdet, nicht wahr?" Ihre Stimme war gefährlich leise geworden, doch Elatar achtete nicht auf diese Drohung.
"Dann sag halt was die Zeichen bedeuten, und dann geh, wohin es dir beliebt." "Euer Vater hatte Recht mit dem was er sagte, es ist eine sehr alte und mächtige Elbenwaffe, die vor langer Zeit gemacht wurde. Ich weiß nicht wie sie in seinen Besitz gelangte, doch weiß ich das sie einzig für eine Aufgabe gemacht wurde, wenn diese erfüllt ist wird die Klinge brechen, so steht es hier geschrieben."

Helsa legte dem Fürsten das Schwert vor die Füße, dann drehte sie sich um und verließ den Ratsaal. Der Mann schaute lange auf das Schwert seines Vaters, dann hob er es auf.

"Nur Verrückte umgeben mich. Warum nur bist du mit diesen Elben losgezogen, Bruder, warum nur?"


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Etten Ratgeber
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